Seit 25 Jahren besteht die Gemeindepartnerschaft zwischen den Gemeinden Ringsheim und Albigny/sur Saône bei Lyon in Frankreich. Die französische Partnergemeinde lud aus diesem Anlass die Gemeinde Ringsheim zur zweitägigen Jubiläumsfeier nach Albigny ein. Mit Bürgermeister Pascal Weber machten sich rund 70 Bürger, dabei auch die Musikapelle, in zwei Bussen auf den Weg Richtung Süden. Die Fahrt wurde vom Ringsheimer Freundeskreis für Gemeindepartnerschaften organisatorisch vorbereitet und durchgeführt. Eine große Herzlichkeit wurde den Ringsheimer Gästen bei der Ankunft am Samstagmittag im Haus der Begegnung in Albigny zuteil. Jean-Paul Colin, Bürgermeister von Albigny und Pascal Weber, Neubürgermeister von Ringsheim, bekannten sich zur weiteren bedingungslosen Partnerschaft beider Gemeinden, die von den damaligen Bürgermeistern Henry-Saint Pierre, Albigny und Heinrich Dixa, Ringsheim ins  Leben gerufen wurde. Die Musikkaplle Ringsheim unter der Leitung von Gerd Furtwängler trug während der beiden Tage auch mit französischen Chansons mit Michael Sauter wesentlich zur gelungenen Feier bei. Ein großer Teil der Mitreisenden, darunter auch junge Familien mit Kindern, nutzten die Begegnung mit Gastfamilien. Bei einem Rundgang durch Albigny wurde auch die Schule und der Kindergarten besichtigt. Am Abend traf man sich zum abendlichen Festmenue „à la francaise“ im Hotel „Tante Yvonne“ im Nachbarort Quincieux, in dem auch ein Teil der Ringsheimer Gäste übernachtete. Die Cantina-Band unter der Leitung von Udo Goldschmidt spielte im Hotel zum Tanz auf. Der offizielle Festakt mit über 100 Teilnehmern fand am Sonntagvormittag im Gemeindesaal von Albigny statt, an dem auch der Kindergemeinderat von Albigny teilnahm.

Jean-Paul Colin betonte in seiner Ansprache besonders das langjähjrige ehrenamtliche Engagagement der beiden Parnterschaftskomiteés unter der Leitung von Christa Mutz, Ringsheim, sowie Marie-Helene aus Albigny. Aus dem gemeinsamen Schicksal unsäglicher Kriege habe man gelernt, um im fortwährneden Dialog eine Zukunft des Friedens zu gestalten, sagte Colin. Viele Projekte seien durchgeführt worden, „arbeiten wir weiter an Europa“. Es sei nun einhundert Jahre her, als sich französische und deutsche Soldaten in Schützengräben gegenüber standen, sagte Bürgermeister Pascal Weber weit zurückblickend mit der Erkenntnis, dass mit dem Élysée-Vertrag der Grundstein für Freundschaft und Frieden gelegt worden sei. Auch nach vielen politischen Turbulenzen sei er überzeugt, das die deutsch-französische Zukunft nur in einem geeinten und starken Europa liegen könne. Sein großer Dank galt den Gastgebern aus Albigny, sowie allen, die die Partnerschaft gestalten und leben, so Weber. Das Gastgeschenkt der Winzergemeinde war ein Weinfass. Den dazugehörigen Wein (225 Liter) könne man im kommenden Jahr beim Fest in Ringsheim genießen. Die Schülerin Inken Schütte übermittelte Grüße der jungen Generation aus Ringsheim und überreichte ein Bildgeschenk. Zum Schluss wurden unter Begleitung der Musikkapelle die beiden Nationalhymnen und Beethovens Lied „An die Freude“ gesungen. Nach einer Besichtigung des historischen Château d`Albigny bei Aperitif und weitem Blick über die Saône, gab es für Gastgeber und Gäste das Abschlussessen unter südländischen Arkaden im Restaurant „Les Planches“ an der Saône. Die Verabschiedung zog sich hin, es gab sogar die eine oder andere Träne. Es waren weitere zwei Tage, die für beide Gemeinden nachhaltig positive Eindrücke hinterliesen, wie auf der Rückfahrt nach Ringsheim zu spüren war. Da werde man sich Einiges für das Jubiläum in Ringsheim im kommenden Jahr einfallen lassen müssen, meinte Pascal Weber auf der frohgelaunten Rückfahrt.