Feuerwehr kann auf die Jugend setzen

Ringsheimer Kommandant Frank Biehler kündigt für 2017 seine Rücktritt an / 43 Männer und eine Frau zählen zum Einsatzteam

Eine in allen Belangen positive Bilanz zog die Ringsheimer Feuerwehr bei der Hauptversammlung im Bahnhöfle. Die Grundlage bilde eine gute Aus- und Fortbildung und eine seit Jahren engagierte Jugendausbildung, erklärte Kommandant Frank Biehler. Er kündigte in der Versammlung für 2017 seinen Rücktritt an. Und: Die neuen Uniformen werden in den nächsten Tagen ausgeliefert und das Erscheinungsbild der Wehr verbessern.

Es sei ein ausgesprochenes ruhiges Jahr gewesen, war dem Bericht von Schriftführer Volker Kern zu entnehmen, der elf Einsätze auflistete. Drei Kleinbrände, die Beteiligung bei einer Menschenbergung und die Beseitigung einer Ölspur stellten keine hohen Anforderungen an die Wehr. Vier Fehlalarme ließen die Wehr ausrücken, ohne tätig werden zu müssen. Dies sei ärgerlich, betonte der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Happersberger, weil Einsatzkräfte von ihren Arbeitsstellen abgerufen werden. Nach seinen Worten bedürfe es großer Anstrengungen bedürfe, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren zu erhalten. Eine der zukünftigen Lösungen sei, kommunale Beschäftigte in die Wehren zu bringen.

Neben ihren originären Aufgaben ist die Wehr in das Ortsgeschehen bei Veranstaltungen und Ordnungsdiensten eingebunden. "Wir sind eine starke Truppe", freute sich Kommandant Frank Biehler, 43 Männer und eine Feuerwehrfrau sind einsatzfähig. Es sei jedoch angebracht, die Entschädigungssatzung für die Feuerwehr zu überarbeiten. Sie sei nicht mehr zeitgemäß, bemängelte Biehler und bedauerte, dass es landesweit keine einheitlichen Sätze gäbe.

Um den Nachwuchs braucht sich die Wehr derzeit keine Sorgen zu machen, denn 17 Jungen und ein Mädchen befinden sich in Ausbildung. Die Jugendabteilung besteht seit 1993 und wird von Maxemilian Feist und Tobias Blust geleitet. Feist dankte für die aktive Unterstützung bei der Jugendarbeit. Neben vielen Aktivitäten verwies Feist auf die 24-Stundenübung am Berufsfeuerwehrtag. Im neuen Jahr wurde mit der Weihnachtsbaumsammelaktion bereits der erste Termin bewältigt. Der Altersabteilung gehören elf Männer an. Einige davon nahmen am Kreisalterstreffen in Oberharmersbach teil, wie Walter Scheer mitteilte. Sechs Alterskameraden verzichten auf die neue Uniform und schonen somit den Haushalt der Gemeinde.

Martin Weber, selbst seit vielen Jahren aktiver Feuerwehrmann dankte in seiner Eigenschaft als stellvertretender Bürgermeister den Männern und Frauen der Wehr für ihren engagierten Einsatz, besonders auch im Jugendbereich. Beim Neubau des Feuerwehrhauses – nach derzeitiger Planung soll es beim Grasweg in der Nähe der Tabakshöpfe gebaut werden – sei der Zeitablauf laut Weber wie folgt: Planung in diesem Jahr, Baubeginn 2016, Fertigstellung 2017. Das Jahr werde ein Jahr der Veränderungen sein: in Ringsheim wird sowohl ein neuer Bürgermeister als auch ein neuer Feuerwehrkommandant gewählt werden.

Ehrungen: Nico Bosch, Andreas Ludin, Jörg Muttach, Michael Weber (20 Jahre).
Beförderung: Hauptbrandmeister Frank Biehler, Löschmeister Patrick Laug, Tobias Blust, Maxemilian Feist.

Leistungsabzeichen in Silber: Nathalie Person, Tobias Blust, Christian und Maxemilian Feist, Simon Henninger, Dominik Klausmann, Lukas Kölblin, Andreas Lachenicht, Christian und Patrick Laug, Tobias Schmidt

Bürgermeisterstellvertreter Martin Weber (links) und Kommandant Frank Biehler (rechts) ehrten Jörg Muttach, Andreas Ludin und Nico Bosch (Mitte von links)
[Text und Bild: Adelbert Mutz]