Gutes Zeugnis für die Ringsheimer „Familien-Schule“

 Die Ringsheimer Grundschule mit ihren vier Familienklassen ist auf einem guten Weg

Im Rahmen eines offenen Informationsabends im Ringsheimer Bürgerhaus informierte der Rektor der Ringsheimer Karl Person-Schule, Alexander Brucher, über das Ergebnis der Fremdevaluation (Bewertung der Qualitätsstandards). Das Landesinstitut für Schulentwicklung überprüfte die Grundschule mit vier Familienklassen im Oktober des vergangenen Jahres und erteilte der Grundschule im Ergebnis gute bis sehr gute Noten. Ende Juni wird sich die Schule mit einer eigenen Homepage noch mehr nach außen öffnen. Der Elternbeirat der Schule regte die Gründung eines Fördervereines an.

Das neue Schulprofil mit heute vier jahrgangsgemischten Grundschulklassen wird seit fünf Jahren praktiziert und basiert auf Grundzügen der Montesori-Pädagogik, derer sich heute auch die Gemeinschaftsschulen bedienen. Kernpunkte in Ringsheim sind gemischte Klassen der Jahrgangsstufen eins bis vier, in denen die Schüler in der Regel jahrgangsgemischt unterrichtet werden. Chorunterricht für alle, die Nutzung des gesamten Schulhauses für die pädagogische Arbeit, die Mitgestaltung der Eltern und deren Einbeziehung und die Kooperation mit Vereinen sind weitere Kernpunkte. Das Lernen von- und miteinander, sowie die Selbstverwirklichung und Selbstverantwortung für den eigenen Erfolg gehören zum Konzept. Das Lehrpersonal ist mehr Lernbegleiter, leistet daneben aber eine ganze Menge administrative Arbeit (Dokumentation).

Die Ergebnisse der Evaluation stützte sich auf viele Daten: Analyse des Schulportfolio (Beschreibung der Schule), Online-Befragung für Schüler und Eltern, Interview mit der Schulleitung, Gruppeninterviews mit Schülern und Eltern, fünf Beobachtungen von Unterrichtsituationen und ein Schulhausrundgang. In der Analyse wurden folgende Prozesse betrachtet: Unterricht, Professionalität der Lehrkräfte, Schul- und Klassenklima, Schulführung und Schulmanagement, sowie inner- und außerschulische Partnerschaften. Die Ergebnisse wurden vier Bewertungsstufen zugeordnet, die schließlich zu einer Gesamtbewertung der Schule in „Stärken“ und „Entwicklungsfelder“ führte. Als besonders herausragend wurde das selbstgesteuerte aktive Lernen der Schüler eingestuft, als weitere Stärken wurde Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit als Fundament der pädagogischen Arbeit benannt, ebenso die hohe Identifikation mit der Schule als Gemeinschaft und schließlich das Konzept der Strukturierung der Lehr- und Lernprozesse. Entwicklungspotential hat die Schule bei der Abstimmung der Leistungsbeurteilung und Rückmeldeparaxis, sowie beim systematischen Vorgehen im Bereich der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung.

 Esther Hofmann (links) und Nadja Deninger warben für die Gründung eines Schul-Fördervereines
Esther Hofmann (links) und Nadja Deninger
Zur Konkretisierung der Umsetzung nannte Schulleiter Alexander Brucher die Weiterentwicklung des Kompetenzrasters (Kleingliedrige individuelle  Bewertung der Leistung an Stelle von Noten) als verbindliche Grundlage für Elterngespräche. Anhand dieses Rasters sollen Maßnahmen zur individuellen Förderung abgeleitet werden. Die Entwicklung eines Methodencurriculum ist Jahreszielvorgabe. Wir wollen, dass jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend lernen kann, ist ein Eckpunkt im Leitbild der Karl Person-Schule in Ringsheim. „Wir stehen alle hinter diesem Konzept, Schulleitung, Lehrerinnen und Eltern“, erwähnte Brucher.  An der Grundschule werden zur Zeit in vier Familienklassen 88 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.


In einem sehr engagierten Vortrag warben die Elternvertreterinnen Esther Hofmann und Nadja Deninger um Unterstützung zur Gründung eines Schulfördervereines. Hofmann dankte dem Schulleiter, den Lehrerinnen und engagierten Eltern für ihren Einsatz: „Schule ist ein Ort des Wohlfühlens“, meinte Hofmann.

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]