Eine durchschnittliche Bilanz bei der Ringsheimer Blasmusik

Klaus Steenken, Vorsitzender der Musikkapelle Ringsheim, zog bei seinem Rückblick auf das vergangene Jahr eine differenzierte Bilanz. Die Zusammenarbeit innerhalb der Kapelle sei sehr gut, wenn bei Festlichkeiten wie beim Gassenfest Hand anzulegen ist, halten die Musiker und Musikerinnen zusammen. Beim Musizieren hingegen sei noch Luft nach oben, wenn es um die  Probenbesuche geht, ein Problem, das auch die Dirigentin Antonia Efinger nicht gänzlich lösen konnte.

Auf gutem Weg sei man mit der Jugendarbeit, denn zehn Kinder seien in Ausbildung bei eigenen und externen Musiklehrern. Der Hauptkapelle gehören 27 Musikerinnen und Musiker an. 88 passive Mitglieder unterstützen den Verein auch finanziell. Als größte Herausforderung nannte Steenken im vergangenen Jahr die Bewältigung des Gassenfestes, denn auf dem Kirchplatz musste die Musikerlaube baulich den Anforderungen eines neuen Standortes angepasst werden. Da für die Lagerung der Laube kein Unterstellplatz gefunden wurde, wurden in eigener Regie Transportwagen gebaut. Dieses Jahr könne die Laube noch einmal an gleicher Stelle aufgestellt werden, informierte Gemeinderat Manfred Weber, der den Mitgliedern der Musikkapelle für das Engagement für die Gemeinde dankte.

Um die Nachwuchswerbung zu intensivieren, ist für den 8. Mai ein Workshop geplant. An den vielen unterschiedlichen Ereignissen, die Schriftführer Matthias Ringwald zu Protokoll gab, es waren derer 24, konnte man erkennen, dass auch außerhalb musikalischer Tätigkeiten viel Arbeit bewältigt wurde. Bei kirchliche Feiern und kommunalen Festen war die Kapelle ebenso gefragt. Der musikalische Höhepunkt war das Jahreskonzert mit dem Thema „Rund um die Welt“ das von der Gastkapelle aus Grafenhausen mitgestaltet wurde. Das Wein- und Gassenfest war der Höhepunkt im gesellschaftlichen Bereich. Die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum der Gemeindepartnerschaft Ringsheim/Albigny wurden musikalisch mitgestaltet. Christa Mutz, Vorsitzende des Freundeskreises für Gemeindepartnerschaften fand hierfür lobende Worte.

Michael Müller verzeichnete in seinem Kassenbericht einen Verlust, der aber den Abschreibungen der Instrumente geschuldet war. Dank der Einnahmen des Gassenfestes, Zuschüssen der Gemeinde  und großzügiger Spenden gibt es finanziell kein Problem. Mahnend gab er aber zur Kenntnis, dass die Ausgaben steigen und die Einnahmen schrumpfen würden. Antonia Efinger, seit  zwei Jahren Dirigentin der Kapelle, kündigte eine musikalische Erneuerung an. Mehr auswärtige Auftritte sind ebenfalls geplant. Ob sie im kommenden Jahr noch Dirigentin in Ringsheim sein werde, hängt v on ihrer beruflichen Entwicklung ab. Sie hat das Studium für das Lehramt abgeschlossen und wird im kommenden Jahr eine Referendarstelle antreten. Das Jahreskonzert im Nobember wird sie noch vorbereiten und auch leiten, bestätigte Efinger. Mit 17 Kindern und Jugendlichen -sieben spielen bereits im Hauptorchester- sei man mit der Nachwuchsarbeit zufrieden, betonte die Jugendleiterin Franziska Ruf. Sie gab ihr Amt an Mira Kranz ab und wurde ihrerseits zur 2. Vorsitzenden gewählt.

Auf Antrag von Berthold Stippich wurde der gesamten Vorstandschaft Entlastung erteilt.

Ein überraschendes Geschenk überreichte der Kapelle Oskar Hog, mit 77 Jahren ältester aktiver Musiker. Er schenkte den Musikern einen vollständigen Notensatz mit allen Liedern des neuen Gotteslobes. Der Dank des Vorsitzenden Klaus Steenken galt dem Gemeinderat für die Bewilligung des Zuschusses. 

Wahlen:
2. Vorsitzende: Franziska Ruf (für Markus Schmidt), 2. Schriftführer: Florian Kölble, Kassierer: Michael Müller, Jugendleiterin: Mira Kranz (für Franziska Ruf), Beisitzer: Tina Weber, Uwe Steenken, Kassenprüfer: Berthold Stippich, Manfred Weber

[Text und Bild: Adelbert Mutz]