Palmweihe und Kleinkindergottesdienst

Jubel und Leid liegen dicht beieinander, so wie beim Ostergeschehen in der Karwoche. Von den Massen bejubelt zog Jesus in Jerusalem ein. Tiefes Leid erleidet Jesus mit der Erniedrigung am Karfreitag, um jedoch am Osterfest mit der Auferstehung die Menschheit zu erlösen. Vor der Messfeier am Palmsonntag weihte Pfarrer Michael Gartner die Palmen auf dem Kirchplatz.

Viele Kinder, Eltern und Großeltern kamen mit selbst gebundenen Palmen zur Weihe und zogen danach in die Kirche ein. Pfarrer Michael Gartner erinnerte bei der Weihe an den umjubelten Einzug von Jesus von Nazareth in Jerusalem, wo er als König und Befreier des israelischen Volkes aus der Herrschaft der Römer gefeiert wurde. „Hosanna in der Höhe“, rief Gartner den Kindern zu, die lautstark antworteten.


Der lange Brauch des Palmbindens hat sich bis heute erhalten. Palmzweige galten damals als Symbol des Friedens, den der gute König bringt. Da Palmzweige in unseren Breitengraden eher selten sind, werden Buchs, Thuja, Wachholder oder Stechpalmen zum Binden benutzt. Nach der Palmweihe zog die Gemeinde in die Kirche ein, Eltern mit ihren Kindern feierten im Pfarrsaal einen Kleinkindergottesdienst. Was für ein König war Jesus? Diese Frage wurde spielerisch dargestellt und ermittelt.

Zepter, Schwert, Krone oder Königsthron waren nicht Zeichen des umjubelten Königs beim Einzug in Jerusalem, sondern ein umjubelter König, der im Namen Gottes Frieden und Freiheit bringt. Dass der wahre König ganz anders aussah, wurde szenisch dargestellt. Der halbstündige Wortgottesdienst wurde von jungen Müttern vorbereitet. Sprecherinnen waren Katrin Oswald, Annette Jäger und Gabriele Faißt. Die gemeinsam gesungenen Lieder wurden von Lena Henninger und Sophia Weber (Querflöte), sowie Luca Person (Gitarre) begleitet.  

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]