Mit 100 PS zum Einsatz

Die Ringsheimer Feuerwehr hat einen neuen Mannschaftstransportwagen im Fahrzeugpark

Mit 100 PS kutschieren künftig die ersten Ringsheimer Feuerwehrmänner zum Einsatzort. Am Sonntag übergab Bürgermeister Heinrich Dixa die Schlüssel des neuen Mannschaftstransporters an Kommandant Frank Biehler und dessen Stellvertreter Thomas Lieberowski im Rahmen einer Feierstunde, die den Auftakt zum Tag der offenen Tür der freiwilligen Feuerwehr gab.

In seiner Amtszeit sei der gesamte Fuhrpark der Ringsheimer Feuerwehr erneuert worden, so dass diese heute erstklassig ausgerüstet sei, stellte Dixa fest. Das bescheinigte ihr auch Kreisbrandmeister Thomas Happersberger. Biehler sagte anschließend im Gespräch mit der BZ, dass er jetzt "wunschlos glücklich" sei - der Ringsheimer Feuerwehr fehle es ausrüstungstechnisch an nichts. Nur Nachwuchs könne die Wehr immer gebrauchen, so Biehler. Pfarrer Roland Rettenmaier weihte das neue Fahrzeug.

Das stellte Feuerwehrmann Andreas Schmidt vor. 38 000 Euro hat es gekostet. Der VW-Transporter wurde ab Werk mit Blaulicht, Martinshorn und anderen Feuerwehrextras geliefert. Da er oft als Erstes am Einsatzort sein wird, befinden sich im Wagen Materialien zum Absperren der Straße, zum Entfernen von Ölflecken und zwei Atemschutzgeräte für einen ersten Löschangriff. Zudem kann das Fahrzeug die Einsatzleitung beherbergen. Der Anhänger kann zudem Ausrüstung transportieren, zum Beispiel eine große Pumpe, so dass der Wagen bei Hochwasser eine selbstständige Einheit transportieren kann.

Die Besucher des Feuerwehrfestes bekamen noch mehr geboten. Im Pfarrheim gab es eine Ausstellung mit Fotos aus der Geschichte der Wehr und stapelweise Infomaterial über Brandmelder und die Waldbrandgefahr. Dort wurde auch geworben: "Frauen an den Herd - an den Brandherd" , stand da oder "Frauen sind zu schwach - vertreten" . In der Ringsheimer Wehr ist eine Frau aktiv, zwei in der Jugendfeuerwehr.

Die Jugendfeuerwehr informierte zudem über vielerlei Themen. So zerlegten Dominik (13) und Michael (15) im Fünfminutentakt ein Modellhaus mit einer Mehlstaubexplosion. Auch zeigten die Jungfeuerwehrmänner anhand eines Modellhauses, wie sich der Rauch bei einem Hausbrand im Inneren verbreitet und wie dann der Brandmelder funktioniert. Darüber hinaus verteilten sie Prospekte, in denen der Löwe "Funki" zum richtigen Brandschutz erzieht und boten den zahlreichen Besuchern die Gelegenheit, mit einem Feuerwehrschlauch zu spritzen.

Wie es richtig geht, zeigten die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr am Nachmittag, als sie eine Holzhütte löschten. Die aktiven Kameraden simulierten mit dem DRK eine Personenrettung aus einem Auto. Da konnten sich die Ringsheimer dann vollends überzeugen, dass sie eine moderne und allzeit bereite Feuerwehr haben.

Badische Zeitung vom Dienstag, 15. April 2008