Montag, 28. April 2008Aus der Generalversammlung des DRK -Ortsgruppe Ringsheim-

Ortsverband Ringsheim sieht sich gut auf Einsätze vorbereitet und glänzt mit der Jugendarbeit

Auf Erste-Hilfe-Situationen sieht sich auch das DRK-Ringsheim bestens vorbereitet.

RINGSHEIM. Allzeit bereit zur guten Tat: Der DRK-Ortsverband Ringsheim zeigte bei seiner Hauptversammlung im Gasthaus "Bahnhöfle" , dass er ein lebendiger und gut funktionierender Verein ist. Fast der gesamte Vorstand wurde wieder einstimmig in seine Ämter gewählt und die Tätigkeitsberichte zeugten von viel Engagement.

Vorsitzender und Bürgermeister Heinrich Dixa verteilte viel Lob und Dank. Besonders an Bereitschaftsführer Bernhard Gantert, denn "der DRK-Ortsverband hat zwar einen Vorstand, aber die ganze Arbeit macht die Bereitschaft" , so Dixa. Zwölf Helfer und zwölf Helferinnen kann der Verein aufbieten, dazu noch einen Anwärter, zwei Bereitschaftsärzte und einen Diensthund. Die haben im vergangenen Jahr viel geübt, um immer auf dem neusten Ausbildungsstand zu sein, berichtete Gantert. Dazu gehörten: Grundausbildung Technik und Sicherheit, Umgang mit dem Defibrillator, Motorsägekurs, Fortbildung zum Infektionsgesetz, Essensausgabe bei Massenveranstaltungen.

Und die Rotkreuzler haben auch gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr geübt, beispielsweise auf dem Parkplatz des Aldi-Zentrallagers mit dem Aufbau von Großzelten, oder die Feuerwehr bei deren Übungen unterstützt. Auch mit der Polizei klappe die Zusammenarbeit. So trainierten einige Mitglieder bei der Bereitschaftspolizei den Umgang mit dem Einsatzfahrzeug.

Kritik äußerte Gantert an den neuen Führerscheinen. Für das Fahren mit Anhängern müssen Fahranfänger künftig eine besondere Fahrerlaubnis erwerben. "Das wurde in Bezug auf Hilfsorganisationen nicht gründlich genug durchdacht" , sagte Gantert. Beim Kauf des neuen Einsatzfahrzeuges musste das berücksichtigt werden, so Gantert. Feuerwehrkommandant Frank Biehler unterstützte die Kritik, sagte jedoch, dass der Feuerwehrverband schon mehrfach versucht habe, für Hilfsorganisationen eine Ausnahmeregelung zu erwirken, jedoch ohne Erfolg. Biehler lobte seinerseits die gute Zusammenarbeit zwischen DRK und FFW.

Diese Zusammenarbeit wird offenbar auch bei den beiden Jugendorganisationen praktiziert. Die Leiterin des Jugendrotkreuzes (JRK), Rosi Kibelka, berichtete, dass das JRK mit der Jugendfeuerwehr gemeinsam einen Beitrag für das Ringsheimer Ferienprogramm gestaltet hat. Das sei so gut angekommen, dass es in diesem Jahr hier wieder zu einer Zusammenarbeit kommen soll. Sie dankte ihren Töchtern Melanie und Christina, die im vergangenen Jahr das JRK eigentlich geleitet hatten, da sie aus gesundheitlichen Gründen verhindert war. Lob für die besonders erfolgreiche Jugendarbeit gab es auch von JRK-Kreisleiter Volker Ibig. Da passte es, dass Kieblka mit Kimberly Nyaaba ein junges Mitglied mit einer Urkunde für fünf Jahre Mitarbeit beim JRK- Ringsheim auszeichnen durfte.

Zu einem ernsthaften Einsatz musste das Ringsheimer DRK 2007 glücklicherweise nicht ausrücken. Dafür standen Routineeinsätze beim Gassenfest, Fastnachtsumzügen (auch außerhalb Ringsheims) und bei Handballspielen an. Zur guten Kassenlage konnten diese Einsätze aber kaum beitragen, die wichtigsten finanziellen Stützen waren auch 2007 einmal mehr Spenden, der eigene Stand beim Gassenfest und die Blutspendeaktion, berichtete die scheidende Schatzmeisterin Rita Gantert.

Wahlen: Vorsitzender Heinrich Dixa, sein Stellvertreter Jörn Schröder (auch Bereitschaftsarzt), Bereitschaftsleiter Bernhard Gantert, JRK-Leiterin Rosi Kibelka, und die Beisitzer Wolfgang Speith und Karoline Bressau wurden im Amt bestätigt. Für Schatzmeisterin Rita Gantert folgte Stefie Oswald, für Schriftführerim Lioba Kölbin folgte Karin Ruder und für Besitzer Tobias Keller folgte Michael Kirnberger ins Amt. Alle drei waren auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden.

Aus der Badischen Zeitung vom Montag, 28. April 2008