Bahnhof bleibt ein Problem 

Die Bürgerinitiative Bahn Ringsheim fordert Toiletten / 700 Einsprüche gegen die Bahntrasse

Badische Zeitung vom Donnerstag, 12. Juni 2008:

Bei der gut besuchten Hauptversammlung der Bürgerinitiative Bahn Ringsheim wurde vor allem der geplante Ausbau der Oberrheintrasse und die Problematik rund um den Ringsheimer Bahnhof diskutiert.

Als weiterhin unbefriedigend wurde die Situation rund um den Bahnhof Ringsheim beschrieben. So gibt es trotz der Proteste und Vermittlungsversuche der BI noch immer keine Toiletten am Bahnhof, obwohl sie wegen des Europa-Parks tägliche von vielen Bahnkunden benutzt würden. Mit dem Europa-Park sei die BI im Gespräch, sagte Karina Florido Martins aus dem Vorstand, die Bahn habe in dieser Sache jedoch nichts unternommen.

Von der Bahn forderte die Bürgerinitiative an diesem Abend zudem den Bau zusätzlicher Unterstände. Bei Regen würden die wartenden Fahrgäste auf den Nachbargrundstücken Schutz suchen, wodurch sich die Anwohner belästigt fühlen würden. Auch das Fehlen der Toiletten führe noch immer zu Verschmutzungen, sagten einige Anwohner, von denen viele auch in der BI engagiert sind. Einen Gefahrenpunkt sehen die Mitglieder weiterhin im verbotenen, aber häufig praktizierten Überschreiten der Gleise, wogegen die Bahn nach Wünschen der BI ebenfalls etwas unternehmen sollte.

In Sachen Ausbau der Oberrheintrasse favorisiert die BI einen Verlauf entlang der Autobahn für das dritte und vierte Gleis. Darauf hatte sie im vergangenen Jahr auch bei Gesprächen mit dem Regierungspräsidium, mit Anzeigen im Gemeindeblatt und einem Infostand während des Patroziniums aufmerksam gemacht. Gegen die Pläne der Bahn, die bestehende Trasse viergleisig auszubauen, sind alleine aus Ringsheim mehr als 700 Einsprüche beim Regierungspräsidium eingegangen. Jetzt gelte es, die Bürger dazu aufzufordern, ihre Einsprüche auch zu erörtern. Termin ist vom 7. bis 23. Juli in Herbolzheim und Tutschfelden. Über den genauen Ablauf wolle das Regierungspräsidium noch informieren, sagte Florido Martins. Die BI will nun verschiedene Aktionen starten, um die Bürger zu animieren, von dieser Gelegenheit Gebrauch zu machen. Wie genau, darüber möchte die BI mit den befreundeten Initiativen in Herbolzheim und Kenzingen sprechen, mit denen sie eine enge Kooperation — nicht zuletzt durch die IG BOHR — verbindet. Wer Unterstützung während des Erörterungstermines suche, finde sie selbstverständlich bei der BI Ringsheim, betonte Florido Martins.

Wahlen: Die vier gleichberechtigten Vorsitzenden Karina Florido Martins (auch Schriftführerin), Ralf Bertschin, Claudia Höfling (auch Rechnerin) und Karla Mönch wurden bestätigt. Erstmals wurde auch das Amt eines Beisitzers mit Marion God besetzt.

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