Erste Hilfe - Notfalltraining

Das Deutsche Rote Kreuz Ringsheim bietet im Kinderferienprogramm einen Kurs an

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RINGSHEIM. "Jeder kann helfen" , so lautete das Motto am Mittwoch im Bürgerhaus Ringsheim. Im Rahmen des Ringsheimer Ferienprogramms bot der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes ein sogenanntes Notfalltraining für Mädchen und Jungen zwischen acht und zehn Jahren an.

Bernhard Gantert begrüßte die zwölf Teilnehmer und begann mit einer kleinen Fragerunde: Er wollte hören, was die Kinder zum Thema Erste Hilfe schon wissen. Euphorisch erzählten sie von ihren Erlebnissen, wie die neunjährige Sophie, die schon einmal ohnmächtig war. Danach erklärte Bernhard Gantert seinen Zöglingen, wie ein Notruf funktioniert, was man dabei zu beachten hat und wo man im Notfall anrufen muss, wenn jemand einen Unfall hatte. Daraufhin ging es zur Praxis über: Stabile Seitenlage laute die Aufgabe. Sichtlich mit viel Spaß übten die Kinder die korrekte Vorgehensweise nach einem Unfall. "Gar nicht so einfach" , gaben einige zu. Bernhard Ganter betonte, dass diese Stellung "Leben retten kann" .

Nach einer kleinen Pause, in der die Kinder mit Getränken versorgt wurden, ging es spannend weiter: Der Erste Hilfe- Kasten wurde erklärt. Bernhard Gantert führte an einem freiwilligen Helfer vor, wie man eine Armverletzung korrekt verbindet. Passend dazu schilderte der achtjährige Felix, wie er wegen einer Handverletzung schon ins Krankenhaus musste. Nachdem gezeigt wurde, wie man ein Pflaster korrekt zuschneidet und den Verletzten damit versorgt, konnten die Kinder selbst Hand anlegen: Es wurde viel gelacht beim Bepflastern und Verbinden des Partners.

Zum Abschluss des Notfalltrainings fragte der Kursleiter seine Jungen und Mädchen, wie sie den gemeinsamen Nachmittag fanden: Antworten wie "voll cool" , "gut, dass man so etwas lernt" und "hat echt viel Spaß gemacht" waren Beleg für die geschlossene Begeisterung unter den Kindern. Bernhard Gantert war ebenfalls sehr zufrieden und lobte die Mädchen und Jungen für die gute Mitarbeit und vor allem, dass es die ganze Zeit sehr ruhig und disziplinert zuging. Und er machte deutlich, dass "jeder helfen soll, aber nur so, wie er kann."

Badische Zeitung vom Freitag, 1. August 2008 Von unserem Mitarbeiter Cornelius Witt