SICHERHEIT DER WEGETRASSEN WIRD UNTERSUCHT

Tagbruch 1
Das Gebiet um den seit über einem Jahr abgesperrten Tagesbruch auf dem Kahlenberg-Gelände bei Ringsheim und Herbolzheim wird in den nächsten Monaten eingehend untersucht. Der ZAK hat damit ein auf Altbergbau spezialisiertes Ingenieurbüro beauftragt. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hängen die weiteren Entscheidungen ab, welche Wege künftig genutzt werden können, um die nicht gesperrten Grundstücke oberhalb des Sperrgebietes zu erreichen und zu bewirtschaften.

Auf dieses Vorgehen haben sich der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) und das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) im Regierungspräsidium Freiburg verständigt.

Über die aktuelle Situation informierten am Donnerstag, 25. Juni 2009 in einem Pressegespräch im ZAK-Verwaltungsgebäude der ZAK-Verbandsvorsitzende und Emmendinger Landrat Hanno Hurth, der Leitende Bergbaudirektor Axel Brasse vom Regierungspräsidium Freiburg und ZAK-Geschäftsführer Georg Gibis.

Das Ergebnis der Untersuchungen und die Empfehlungen für das weitere Vorgehen sollen im November vorliegen. Die Kosten des Gutachtens betragen rund 30.000 Euro. Abhängig von den diesem Ergebnis und den zu erwartenden Kosten soll die Entscheidung über die künftigen Zufahrtswege getroffen werden. Untersucht wird zunächst, ob zum Erreichen der angrenzenden Flächen die seit dem vergangenen Jahr gesperrte Verbindungsstraße („Steigstraße") gegen Tagesbrüche stabilisiert und genutzt werden kann. Als Alternative wird auch die Trasse einer von der Stadt Herbolzheim vorgeschlagenen Umgehungsstraße untersucht. Der Bereich um den Tagesbruch sowie der Stollen IV, über den eine mögliche Umgehungsstraße verlaufen würde, liegen auf Gemarkung Herbolzheim.

Am 13. Februar 2008 war eine Kammer des ehemaligen Eisenerzbergwerkes auf dem Kahlenberg eingestürzt. Der dabei entstandene „Krater" ist 25 Meter tief und hat inzwischen einen Durchmesser von 25 Metern. Als Folge dieses so genannten Tagesbruches besteht seither ein Betretungs- und Bewirtschaftungsverbot auf einer Fläche von vier Hektar rund um den Einbruch. Aus Sicherheitsgründen ist seither auch die so genannte „Steigstraße" gesperrt.

Der ZAK hat die rund 50 Grundstücke im abgesperrten Gebiet für einen Gesamtbetrag von rund 200.000 Euro von den Eigentümern erworben.