Jugendfeuerwehr sammelt Tannenbäume ein

christbaumeinsammelaktion
„Alle Jahre wieder, kommt.......", so heißt ein bekanntes Weihnachtslied, das in häuslicher Weihnachtsstimmung vor dem Christbaum angestimmt wird. Und alle Jahre wieder geht es auch um die Frage, wohin mit dem Christbaum nach Weihnachten. Wird er vor Weihnachten mit Liebe und Respekt geschmückt und bewundert, wird er danach fast verachtet. Die einen lassen ihn stehen, bis er fast reif für den Ofen ist, die anderen schmeißen ihn respektlos in eine Ecke des Gartens. Spätestens im Frühling, wenn der Gemüsegarten Gestalt annehmen soll, stellen wir fest, dass er auch dort deplaziert ist.

Die Jugendfeuerwehr von Ringsheim hat sich dem Problem schon seit zehn Jahren angenommen und sorgt dafür, dass die ausgedienten Bäume einer Verwertung zugeführt werden. Die Aktion begann 1999, als am 26. Dezember der Sturm „Lothar" über die Wälder und Dächer hinweg fegte.
Am vergangenen Samstag war es wieder soweit. 17 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr -darunter zwei Mädchen- sowie fünf Betreuer machten sich in zwei Gruppen mit großen Traktoren und Anhängern auf den Weg, um die an den Straßen abgelegten Bäume einzusammeln. Und es machte der Gruppe sichtlich Spaß, nämlich tags zuvor hatte es richtig viel geschneit, so dass die Aktion zu einem kleinen Wintermärchen wurde.

Den ehemaligen „Baumbesitzern" fiel es dann auch nicht schwer, mindestens einen Euro für das Einsammeln zu berappen, denn der Erlös der Sammelaktion kommt der Jugendabteilung der Feuerwehr für Freizeitaktivitäten zugute. Nicht selten verschwand dann auch einmal ein Geldschein in der Sparbüchse. Mit ihrem verantwortlichen Jugendleiter Jörg Muttach wurden an die 500 Bäume eingesammelt und in die Limbach zur zentralen Sammelstelle gebracht. Dort werden die Bäume geschreddert und als Mulchmaterial weiter verwertet; ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz, der sich auch noch für die Jugendkasse lohnt. Mit dabei war auch der siebenjährige Dennis Nieborowsky. Natürlich will auch er zur Feuerwehr, wenn er zehn Jahre alt ist, und natürlich will er Gruppenführer werden, wie sein Vater Thomas, der auch immer präsent ist, wenn es um die Jugendfeuerwehr geht. Angesichts der großen Zahl von „Feuerwehrkindern" dürfte es bei der Ringsheimer Wehr keine Personalprobleme geben.
[Bild und Text: Adelbert Mutz]