Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ringsheim

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr
Verpflichtung für die aktive Feuerwehr (v.l.n.r.) Frank Biehler (Kommandant) Christian Laug, Jörg Muttach (Betreuer), Tobias Blust, Maximilian Feist, Andreas Ludin (Betreuer), Bürgermeister Heinrich Dixa
„Pflichterfüllung und Geselligkeit", Bürgermeister Heinrich Dixa brachte es mit diesen Worten auf den Punkt, denn wenn die Aufgaben gewissenhaft erfüllt werden sollen, müsse das innere Gefüge stimmen, Geselligkeit nicht als Selbstzweck, sondern Mittel zur Zielerfüllung. Die Ringsheimer Wehr sei gut aufgestellt, deshalb galt sein Dank besonders den Verantwortungsträgern Kommandant Frank Biehler und seinem Vertreter Thomas Nieborowsky, sowie dem DRK-Bereitschaftsführer Bernhard Gantert. Dieser bekundete ebenfalls eine gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.

In der Einladung zur Versammlung war für die Wehrmänner Ausgehuniform angeordnet und alle kamen der Aufforderung nach. Nach der Begrüßung von Frank Biehler gab Schriftführer Volker Kern einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Zwölf Einsätze waren zu bewältigen, darunter zwei Wohnhausbrände, Rohrbrüche, Beseitigung von Ölspuren, ein Pkw-Brand und beim Gasaustritt an einer Tankstelle war die Ringsheimer Wehr ebenfalls gefordert.
Daneben beteiligte sich die Feuerwehr auch bei verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen von Sicherungsmaßnahmen. 42 Männer und eine Frau sind derzeit in der Wehr, in der Jugendfeuerwehr sind 13 Buben und Mädchen. Die Altersabteilung besteht aus zehn ehemaligen Wehrmännern.

Eher ein seltenes Ereignis war der Bereitschaftsdienst während des Nato-Gipfels, denn da musste die Ringsheimer Wehr abrufbereit in den „Startlöchern" stehen. Ein Einsatz war dann nicht erforderlich, letztlich aber eine gute Gelegenheit, im Feuerwehrhaus einiges auf „Vordermann" zu bringen. Neben speziellen Proben für Atemschutzträger und Maschinisten wurden 20 Gesamtproben abgehalten. Das Stellen der Bürgermeistertanne für Heinrich Dixa war für die Wehr natürlich Ehrensache, betonte Kern.

Frank Biehler betonte, dass die Anforderungen an das Ehrenamt in der Feuerwehr größer und anspruchsvoller werden, weil das Gefahrenpotential steigen würde. Als Beispiel nannte er den zunehmenden Verkehr zum E-Park, der über Ringsheimer Gemarkung fließt. Dennoch sei man gut ausgestattet und die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren und dem DRK Ringsheim sei ausgezeichnet. Ein in der Tat „beschissenes" Problem hätte die Feuerwehr mit ihren Störchen, welche im Sommer Gast auf dem Schlauchturm sind, denn diese lassen ihre Hinterlassenschaft oft dort, wo sie nicht hingehört.
Um den Feuerwehrnachwuchs ist es gut bestellt in Ringsheim. Jörg Muttach gab über die vielen Aktivitäten Auskunft. Insgesamt 51 Tage waren die Betreuer mit der Jugend betraut, so auch bei der järlichen Christbaum-Sammelaktion. Weitere Aktivitäten waren: Ferienprogramm, Besuch THW Lahr, Zeltlager, Tagesseminare, Kletterwald und Fasnachtsumzug.

Ehrenkommandant Alfons Mutz bekundete die Verbundenheit der Alterkameraden zur Wehr. Die Kameradschaft sei 1a und auch das A und O. Sie seien regelmäßig informiert und zu Veranstaltungen eingeladen. Zum Gelingen des Gassenfestes leisten die Alterskameraden durch ihre Mithilfe einen großen Beitrag; das Vesper zum Schluss sei jedoch das Wichigste, beendete Alfons Mutz seine Ausführungen.

Drei junge Männer der Jugendfeuerwehr wurden zur aktiven Wehr berufen. Christian Laug, Maximilian Feist und Tobias Blust absolvieren derzeit noch einen 70-stündigen Lehrgang. Ab März sind sie aber voll einsatzfähig. Enrico Kortmann legte die Prüfung zum Sprechfunker ab, die Urkunde überreichte Frank Biehler.

Ein besonderes Anliegen war es für Frank Biehler, sich beim ehemaligen Wassermeister Philipp Person für die langjährige gute Zusammenarbeit zu bedanken.

[Autor: Adelbert Mutz]