Hühner beim Fasentumzug in Ringsheim
Mit einem großen Umzug am Fasnachtssonntag bog die Ringsheimer Rämmässerzunft in die Zielgerade ein. Schule, Vereine und private Gruppen mit Motivwagen und Fußgruppen in lustigen und bezaubernden Kostümen, bildeten einen bunten langen Zug, der sich durch die Straßen bewegte. Umzugskoordinator Hans-Dieter Volz gab um 14:01 Uhr das Zeichen zum Start. Trotz Kälte hatten viele Ringsheimer und auswärtige Gäste die Straßen gesäumt, ganz vorne die Kinder, um die Süßigkeiten in Empfang zu nehmen.

Oberzunftmeister Ernst-Matthias Weber stand mit der Jury „Die Unbestechlichen" -Bürgermeister Heinrich Dixa, Pfarrer Roland Rettenmaier, Gemeinderäte und Vereinsvorstände- zentral am Lindenplatz und stellte die Gruppen vor.

Die Rämässerprinzessin Evelyne I (Evelyne Ganter) trohnte hoch oben auf dem Rämässerwagen und grüßte „majestätisch das Volk". Mit der Ringsheimer Blasmusik, an der Spitze Dirigent Werner Parotat, der Guggemusik „Ohrenquäler" und dem Spielmannszug sorgten die Musikgruppen für zusätzliche Bewegung bei den Umzugsgästen. Die Zuschauer wurden zudem noch kräftig aus den Motivwagen beschallt. Gegen die kalte Witterung wurden sie mit Getränken der Umzugsteilnehmer versorgt. Die Fuß- und Wagengruppen hatten reichlich Auswahl an Themen aus der Gemeindepolitik auf`s Korn genommen. Da die Rathauskasse blank ist, war eine Gruppe für die Gemeinde als „Sammelbüchsen" unterwegs. Mit dem Motivwagen „Eurofarm" der Feuerwehr -ein ganz aktuelles Thema, denn die Investoren wollen sich noch zwischen Meisenheim und Ringsheim entscheinden- ist die Hoffnung auf das große Geld für Ringsheim verbunden. Und Vorschläge für die Umsetzung wurden auch gleich präsentiert: „Es ist guter Brauch, wer produziert, verkauft`s dann auch". Mit der Gruppe Käfer & Co kamen mit Harem & Scheich zahlungskräftige Investoren für die Ringsheimer Gewerbegebiete nach Ringsheim. Weil in Ringsheim Schule und Verein noch nie Berührungsängste hatten, beteiligten sich auch wieder die Schulklassen mit ihren Eltern am Umzug. Themen der Schulklassen waren Müll, Eisbären, Wicki und „Klasse 1-4 rockt durch`s Schuljahr". Die „Sarotti-Mooren" mit den „Party Choppers, bezauberten mit schönen Kostümen, Tanz und Musik die vielen Gäste an der Umzugsstrecke . Die Handballabteilung rief noch einmal die „Schweinegrippe" in „panische" Erinnerung. Neben den Hästrägern der „Rämasser", reihten sich auch die „Särgli-Hexen" und die Erzklopfer & Stollenhexen in den Zug mit ein. Wie „Carneval di Venezia" aussehen kann, zeigten die Partey Pipelz". Mit sehr schönen Kostümen und aufwendigen Motivwagen hatten sich alle Gruppen wieder viel Mühe gemacht. Die Gruppe „"Di wu immer mitmache" befürchteten gar, dass das neue Rathaus einem orientalischen Palast aus 1001 Nacht gleichen wird. Das Modell des Palastes führten sie im Umzug mit.

Der Umzug endete wie immer in der Herrenstraße mit der Preisverleihung, wobei immer alle Gruppen „belohnt" werden. Danach fand im Bürgerhaus noch einmal ausgelassenes Fasnachtstreiben statt, bei dem insbesondere die Kinder ihren Spaß hatten. Eine lange Tradition hat in Ringsheim das „Krize-Gäggili" - sammle. Am Rosenmontag und Fasnachtsdienstag gingen wieder kostümierte und maskierte Kinder von Haus zu Haus und baten um ein Krize-Gäggili (ein bischen Geld „Kreuzer").

[Autor: Adelbert Mutz]