CDU-Gemeindeverband Ringsheim spendet für die Kahlenbergkapelle

Die stimmungsvoll unter alten Linden gelegene Kapelle der „Schmerzhaften Muttergottes auf dem Kahlenberg" war am vergangenen Dienstag das Ziel von Vertretern des CDU-Gemeindeverbandes Ringsheim und dem Ettenheimer Pfarrer Jörg Christian Seburschenich. Die Kapelle mit dem Kreuz war an diesem Tag in strahlendes Sonnenlicht getaucht. Ein Wetter, das dem Anlass in jeder Beziehung gerecht war, denn man traf sich an der Kapelle zu einer Spendenübergabe zugunsten der Kahlenbergkapelle.

Der 1. Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Ringsheim, Herbert Müller erwähnte, dass der Verband jedes Jahr traditionell eine Weinprobe im Ringsheimer Weingut Weber-Link organisieren würde. Die Erlöse dieser Veranstaltung kämen jeweils einem sozialen oder kulturellen Zweck zugute. Bei der letztjährigen Weinprobe habe man sich für eine Spende von 400 Euro zugunsten der Kahlenbergkapelle entschieden. Die Kapelle auf dem Kahlenberg sei für viele Bürger der Gemeinden rund um den Berg ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel, sagte Mülller. Es sei für die Menschen ein Ort der Ruhe und der Meditation und es sei außerdem wichtig, diese wertvollen Kulturgüter zu erhalten.

Der Spendenbetrag von 400 Euro sei auch zweier großzügiger Sponsoren zu verdanken, erwähnte Herbert Müller. Der Wein bei der Weinprobe sei eine Spende des Weingutes Weber-Link gewesen und das dazugehörende Käsevesper wurde vom Gasthaus „Hirschen" in Ringsheim gespendet. Herbert Müller übermittelte den Dank an Martin Weber (Weingut Weber-Link) und Leopold Fahrländer (Gasthaus Hirschen).

Pfarrer Jörg Christian Seburschenich war sichtlich erfreut über die Spende, denn man werde sie gebrauchen können. Viele Menschen würden bei gutem Wetter zur Kapelle pilgern, um dort für eine gewisse Zeit nach Ruhe suchend zu verweilen. Allerdings kämen leider auch gelegentlich ungebetene Gäste, die Beschädigungen in und an der Kapelle vornehmen würden. Es sei auch nicht der Ort für sommernächtliche Trinkgelage, was auch gelegentlich vorkäme, erwähnte Seburschenich. Durch die Verrußung in der Kapelle, hervorgerufen durch die Verwendung falscher Kerzen, seien in gewissen Abständen neue Anstriche fällig. Die vermutlich um 1650/60 nach dem Dreißigjährigen Krieg erbaute Kapelle auf dem Kahlenberg, sei einem Marienverehrer zu verdanken, der ein Gelübde eingelöst hatte. Die Kapelle war besonders im 18. Jahrhundert von großer Bedeutung und wurde an Freitagen „wegen Fiebers" von weither aufgesucht. Die letzte Renovation erfolgte im Jahr 1996. Die Pieta wurde auf einen neuen Sockel im barocken Stil gestellt.
Das Kreuz vor der Kapelle wurde 1752 gestiftet.

Text und Bild: Adelbert Mutz

(v.l.n.r.) Klaus Bosch, Martin Weber, Leopold Fahrländer, Pfarrer Jörg Christian Seburschenich, Herbert Müller 1. Vorsitzender der CDU Ringsheim