Jahreshauptversammlung der Musikkapelle

In den Proberaum der Musikkapelle hatte die Vorstandschaft zur Jahreshauptversammlung der Musikkapelle Ringsheim eingeladen. Die Wahl des Raumes hatte eine gewisse Symbolkraft denn der wesentliche Kritikpunkt, den der 1. Vorsitzende Klaus Steenken vorbrachte, war der schlechte Probenbesuch des vergangenen Jahres. Insgesamt habe die Kapelle aber eine sehr gute Entwicklung vollzogen. Die Nachwuchswerbung sei, auch dank einer guten Kooperation mit der Schule, sehr erfolgreich gewesen, so dass inzwischen 14 Jugendliche an Instrumenten ausgebildet werden. Dem Verein gehören wieder 38 aktive Musikerinnen und Musiker an, ein Zuwachs von acht Aktiven. Steenken betonte jedoch, dass mehr Eigeninitiative und persönliche Verantwortung erforderlich seien, damit sich der Verein sowohl musikalisch als auch organisatorisch weiterentwickeln könne.
Im Altersdurchschnitt von 29 Jahren bei den Aktiven spiegele sich auch das Ergebnis der guten Jugendwerbung mit Jugendleiterin Lena Nopper wieder. Am 21. April wird die Musikkapelle in der Schule einen weiteren Aktionstag zur Nachwuchswerbung starten.
Zurück zu den Wurzeln geht es wieder bei der Nachwuchsschulung, denn der Nachwuchs wird in der Hauptsache mit eigenen Kräften ausgebildet, was das innere Gefüge des Vereins stärkt und die Kasse entlastet.

Schriftführer Jörg Müller gab Auskunft über die vielen musikalischen und gesellschaftlichen Veranstaltungen im Jahr 2009. Neben dem erfolgreichen Jahreskonzert war die Kapelle bei etlichen weltlichen und kirchlichen Anlässen in und außerhalb von Ringsheim eingesetzt. Gassenfest, Feierabendhock und Probenwochenende auf einer Hütte waren zusätzliche Termine, bei denen die Aktiven und auch die Passiven gefordert waren.

Erfreuliches konnte Kassierer Michael Müller (auch ohne Beamer) berichten. Ein gutes Plus blieb nach dem Rechnungsjahr 2009 in der Kasse. Diese positive Bilanz käme sowohl durch die Unterstützung der Gemeinde, der Jugendausbildung mit eigenen Musikern und den Einnahmen des Gassenfestes zustande. Insgesamt 30 Spender tragen ebenfalls zur guten Kassenlage bei.
„Wo drückt der Schuh", stellte Dirigent Werner Parotat voran, obwohl es die Musiker wohl wussten. Der Probenbesuch und die Beteiligung bei den Auftritten, das lässt zu wünschen übrig. Für die Zukunft sei Kontinuität und Zuverlässigkeit erforderlich, sagte Parotat. Aber es gab auch viel Lob von ihm, denn man sei auf einem guten Weg. Das vergangene Konzert mit Solisten war auch für ihn ein voller Erfolg. Für Lena Nopper gab es auch von ihm viel Lob für die Jugendleitung. Der Dank ging auch an Vizedirigent Udo Goldschmidt und die Vorstandschaft für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Franziska Wieber wird neue Jugendleiterin, denn Lena Nopper wird aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Zuvor berichtete sie über viele Aktivitäten mit dem Musikernachwuchs.

Bürgermeister Heinrich Dixa, kraft Amtes Präsident der Musikkapelle, war voll des Lobes, angesichts der positiven Entwicklung in der Musikkapelle. Es sei für ihn und den Gemeinderat ein wichtiges Anliegen, dass der Verein, auch als Repräsentant der Gemeinde, gut dastehe. Mit dem 1. Vorsitzenden Klaus Steenken gehe der Verein einen guten Weg, sagte Dixa. Die Wahlen gingen schnell über die Bühne, die Vorstandschaft ist wieder komplett. Klaus Steenken bleibt erster Vorsitzender, Markus Schmidt vertritt ihn als 2. Vorsitzender. Für Lena Nopper übernimmt Franziska Wieber die Jugendleitung. Neuer Schriftführer ist Mathias Ringwald. Bernhard Fahrländer ist 2. Kassierer, mit Florian und Kuno Kölble, Tina Weber und Harald Sauter sind auch die Beisitzer wieder komplett.

Eine Ehrung erfuhren Bettina Kissinger und Alexander Müller für 15-jährige aktive Zugehörigkeit zur Musikkapelle, zum Teil auch in der Vorstandschaft.

Text und Bild: Adelbert Mutz