Mitgliederversammlung des Kulturkreises Ringsheim

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Heinrich Dixa ehrt Julius Ohnemus für seine Verdienste um den Kulturkreis
Mit einem guten, zuverlässigen und harmonischen Team konnte im vergangenen Jahr der Ringsheimer Kulturkreis viele Aktivitäten planen und durchführen. Heinrich Dixa, der weiter den Vorsitz des Kulturkreises inne hat, bedankte sich ausdrücklich bei allen, die ihr „Herzblut" den Zielen des Kulturkreises schenkten.

Die Restaurierung und der Erhalt der Ringsheimer Johanneskapelle aus dem 17. Jahrhundert war Auslöser zur Gründung des Kulturkreises vor 23 Jahren. Die Kapelle wurde 1989 zum letzten Mal restauriert. „Wir müssen das Kleinod weiter im Auge behalten" sagte Heinrich Dixa. Die Wegkreuze standen im vergangenen Jahr ebenfalls im Fokus. Besonders stolz zeigte sich Dixa, dass mit Hermann Saumer und Moritz Fehrenbacher das Wegkreuz am Grasweg kostengünstig restauriert werden konnte. Ein weiteres Wegkreuz am Heuweg soll dieses Jahr ebenfalls aus Eigenmitteln restauriert werden, nachdem es schon zwei Mal mutwillig zerstört wurde. In diesem Zusammenhang verwies Heinrich Dixa darauf, dass der Kulturkreis der einzige Verein sei, der keinen Zuschuss von der Gemeinde fordere, sondern diese noch finanziell durch die Restaurierungen in Eigenleistung unterstütze. Ob zukünftig im neuen Rathaus noch Ausstellungen stattfinden können, muss sich zeigen. Dass es funktioniert, zeigen die Ausstellungen im neuen Rathaus Ettenheim.

Dass der Einzugsbereich des Kulturkreises deutlich über die Gemarkungsgrenzen hinausgeht, beweisen die Studienreisen, die letztes Jahr nach Madeira, Südamerika, Andalusien, Armenien und Zypern, unter der Leitung von Esther Dixa durchgeführt wurden. Mit dem benachbarten Elsass bestehen Verbindungen zum Weinort Kienzheim. Unvergesslich ist der elsässische Abend in Ringsheim, bei volkstümlichem Theater und Flammenkuchen. Innerhalb weniger Tage war die Fahrt nach Basel zur Van Gogh-Ausstellung ausgebucht, die der Kulturkreis im Rahmen des Ferienprogrammes anbot.

„Ringsheim im Spätburgunderland", sorgte im Vorfeld zwar für mächtig viel Arbeit, aber diese hätte sich gelohnt, so Dixa. Im historischen Tabakschopf wurde zum zweiten Mal ein großartiger Abend zusammengestellt mit Musik, gutem Essen und natürlich mit Ringsheimer Wein. Die Pläne für ein weiteres Tabakschopffest sind bereits in den Köpfen, dieses Mal soll es ein „Irischer Abend" werden.

Die Liste der Dankesworte für die vielen Helfer innerhalb und außerhalb des Vereins war lang, aber der Dank des Vorsitzenden galt allen in gleichem Maße. „Wir wollen der Ringsheimer Bevölkerung ein abwechslungsreiches Programm mit besonderen Events, aber auch Kabarett und Konzerte, sowie Fahrten und Reisen anbieten", kündigte Dixa an. Der Kulturkreis ist auch Dank der Spenden in der Lage, einzelne Projekte finanziell zu unterstützen. Christa Mutz bedankte sich im Namen der Gemeinde für das vielfältige Engagement des Kulturkreises in der Gemeinde. Dabei sei Heinrich Dixa der „Motor" des Vereins. Nicht für ihn, aber für seine Frau Esther Dixa gab es einen Blumenstrauß. Der alte Vorstand ist auch der neue, ein untrübliches Zeichen, dass das Vorstandsteam harmonisch zusammenarbeitet.

Nur das Gründungsmitglied Julius Ohnimus schied auf eigenen Wunsch als Beisitzer aus. 16 Jahre war Julius Ohnimus als Kassierer tätig, danach weitere sieben Jahre als Beisitzer in der Vorstandschaft.Er war immer eine Bereicherung für den Verein, sagte Dixa. Er war keiner, der abgenickt hätte, sondern erwarb sich mit kritischen, aber konstruktiven Beiträgen große Verdienste für den Verein. Herbert Müller gab zum Schluss mit einem interessanten Bildervortrag noch Einblicke in das geteilte Land Zypern.

Text und Bilder: Adelbert Mutz

Tabakfest
Das Tabakschopffest im vergangenen Jahr war ein Höhepunkt im Kulturkreis, bei dem die singende Breisgauer Weinprinzessin Sybille Hämmerle und die Pianistin Eva Maurus auftraten.