Konzert des Gesangvereins „Eintracht Ringsheim"

Konzert MGV
Der Konzertabend des Gesangvereins „Eintracht Ringsheim" im Ringsheimer Bürgerhaus wurde seiner Ankündigung gerecht, denn die musikalische Ausrichtung des Abend war sehr vielfältig und unterhaltsam. Von allem etwas, könnte man sagen, denn es wurde sowohl Besinnliches als auch Heiteres geboten. Von der Klassik bis zum modernen Liedgut, mit deutschen, englischen, ja sogar hebräischen Texten wurden insgesamt zwanzig Lieder von drei Chören vorgetragen. Neben dem Männergesangverein gestalteten das vor drei Jahren gegründete MGV-Chörle und der Gesangverein „Eintracht Broggingen" den Abend.

Den Auftakt machte der Gastgeber mit dem Männerchor. „Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt", hieß das schwungvolle Stück, das schon einen ersten Eindruck davon gab, dass es ein flotter Abend werden sollte, auch wenn Myri Turkenich beim Dirigat zuweilen kräftig „rudern" musste, um den „Fahrstuhl" in Schwung zu halten. Schon beim ersten Stück haben die nicht mehr ganz jungen Männer des Gesangverein das „Ännchen von Tharau-Klischee" widerlegt, denn es geht auch mit viel Rhythmus und Elan. Etwas besinnlicher hörte sich der „Gassenhauer" von den Schürzenjägern, „Träume sind stärker" an. „Heute beginnt der Rest deines Lebens" von Udo Jürgens beendete den ersten Part, der von der Pianistin Izumi Shibata-Wagner sicher begleitet wurde.

Der gemischte Chor aus Broggingen betrat die Bühne. Dirigent Horst Gerhardt dirigierte den Chor nicht nur sicher, sondern gab auch mit kräftiger Tenorstimme den Ton an. „Lebe-liebe-lache" von Robert Pappert und „Der Sonne entgegen" von Peter Brettner, das waren zwei a capella-Stücke, bei dem Dirigent und Chor sich als eingespieltes Team präsentierten. Ein Konzertabend ohne ein Schubertlied, das geht nun doch nicht. „Das Dörflein", das 1. Vokalquartett des berühmten Komponisten, kam zu Gehör. Eher seltener zu hören sind American-Folksongs. Das Medley eröffnete Lothar Jäger mit der Mundhamonika. Ohne Zugabe durften die Brogginger nicht von der Bühne. Mit „Isola Bella" wurd die Inselschönheit am „Lago" besungen. Dem Chor und der Pianistin Maria Grigorenko galten der verdiente Applaus.

Mit Spannung wurde der Auftritt des MGV-Chörle erwartet. „Dream a little dream", eine legendäre Träumerei der „The Mamas and the Papas" (1968), veranlasste schon zu Beginn die Gäste zum Mitsummen. Mit „Through the eyes of Love", folgte die dramatische Liebesgeschichte einer Eisläuferin. Die schwedische Popgruppe „ABBA", eine der weltweit populärsten Musikgruppen dieser Zeit, gab mit dem Ohrwurm „Money, money, money" die Vorlage für die Interprätation dieses Stückes. „Sun and Moon", aus dem Musical „Miss Saigon", beschreibt die dramatische Liebesgeschichte während des Vietnamkrieges zwischen einem Soldaten und einem vietnamesischen Mädchen, das sehr emotionale Züge aufweist, aber die Schrecken dieser Zeit nicht erfassen kann. „Schalom Alejchem" von Gil Aldema beschreibt einen Humoristen und Satiriker, der unter anderem das Leben jüdischer Auswanderer in den USA beschrieb. Der Text dieses Stückes wurde auf hebräisch vorgetragen. Yehezkel Braun, der schon seit seiner Kindheit Verbindung zur traditionellen jüdischen Musik hatte, komponierte das Lied „Gan Naul". Das „Chörle" hat sich zum Chor entwickelt, sollte man feststellen, denn der noch junge Chor hat an diesem Abend gezeigt, dass sich die Arbeit der letzten drei Jahre gelohnt hat. Zu den fünf Männern dürften sich dennoch einige hinzu gesellen.

Beim gemeinsamen Schlussauftritt lud der Gesamtchor zur „Diplomatenjagd" von Reinhard Mey ein, die allzu kurios endete. Denn sowohl der Außenminister als auch der Dackel des Generalleutnants gingen dabei in die ewigen Jagdgründe ein. „Mir geht`s gut", mit dieser musikalischen Frage an das Wohlbefinden der Zuhörer, endete ein Konzertabend, der mit viel Applaus für die Chöre und die Dirigenten Myri Turkenich und Horst Gerhardt, sowie für die Pianistinnen Izumi Shibata-Wagner und Maria Grigorenko bedacht wurde.

Text und Bild: Adelbert Mutz

Mittwoch, 26. Mai 2010Ein kleines Erfolgserlebnis groß gefeiert

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