Narrenzunft „Rämässer" bilanziert die vergangene „Fünfte Jahreszeit"

Rämässer
Das Gasthaus „Romantica" in Ringsheim konnte die vielen Rämässer-Mitglieder gerade noch unterbringen, denn das Interesse an der Generalversammlung war groß. Oberzunftmeister Ernst-Matthias Weber gab einen Überblick über das Zunftjahr 2009, das im Januar mit dem 55-jährigen Jubiläum seinen Höhepunkt hatte. Die ganze Zunft war gefordert, um das große Ereignis über die Bühne zu bringen. Schlussendlich sei das Ergebnis jedoch zufriedenstellend gewesen, sagte Weber.
Deshalb galt der Dank schon einmal allen Vereinsmitgliedern mit dem Hinweis: „Bleibt am Ball, 2010 wird nicht weniger schwierig".
Der Ablauf des Fasnachtsumzuges müsse attraktiver werden, denn das Interesse der Auswärtigen am Ringsheimer Umzug sei gering und die Preisverleihung sei in dieser Form nicht mehr zeitgemäß, sagte der Oberzunftmeister.
Hans-Peter Göppert gab einen Überblick über die Aktivitäten der Zunft, wobei er das Jubiläum, die Brauchtumsabende und den Fasnachtsumzug als wichtige Ereignisse in den Vordergrund stellte. Dabei wurde auch deutlich, dass sich die Zunft neben dem Fasnachtsgeschehen mit einzelnen Gruppen wie Ballettgruppe, Spielmannszug oder Hästräger, auch bei örtlichen Veranstaltungen mit einbringen. Diese Tatsache war Anlass für Bürgermeister Heinrich Dixa, dem Verein für „ein Stück Sozialarbeit" in der Gemeinde zu danken. Die Narrenzunft hätte ein erstaunlich großes Programm bewältigt, „fast wie bei mir, nur dass es bei mir nicht so lustig ist", sagte Dixa. „Im Verein stimmt`s", waren seine anerkennenden Worte an den 1. Vorsitzenden. Derzeit gehören der Narrenzunft 342 Mitglieder an. Rechnerin Sybille Friedmann gab einen Überblick über die finanziellen Verhältnisse. Fast 100.000 Euro an Einnahmen und Ausgaben machten die Bilanz des Vereins aus. Kassenprüfer Otto Weber war voll des Lobes über die exakte Arbeit der Kassenführung: "Es existieren keine griechischen Verhältnisse", lautetet sein Fazit.
Die Leiterinnen und Leiter der einzelnen Gruppen -Hästräger, Rebwieber/Rebmänner, Balett, Narrensome und Spielmannszug- gaben ihren Sachstandsbericht ab.

Zeremonienmeister Markus God rückte noch einmal „das Super-Mega-Programm des Brauchtumsabends im Ringsheimer Kulturtempel" in den Blickpunkt. Denn mit über 100 Mitwirkenden hatte die Narrenzunft wieder einmal einen Kraftakt vollzogen, der sich gelohnt hätte, sagte God. Der Nachwuchs hätte sich auch bereits positioniert, denn mit Markus Göppert und Janik God hätten zwei Jungrämässer ihre Visitenkarte auf der Bühne abgegeben.
Hannes Löhrmann bedankte sich im Namen der Narrenzunft bei Ernst-Matthias Weber für das große Engagement als Oberzunftmeister.

Rainer Kimmig vom Verband der Oberrheinischen Narrenzünfte war es vorbehalten, zusammen mit dem Oberzunftmeister Ernst-Matthias Weber verdiente Mitglieder zu ehren. Kimmig bescheinigte der Zunft eine hervorragende Arbeit zur Pflege des Brauchtums, die auch deshalb funktioniere, weil Gemeinde und Verwaltung die Zunft unterstützen. Der Bürgermeister nahm dies wohlwollend zur Kenntnis. Zum Abschluss der Sitzung gab es die traditionelle Narrensuppe.

Ehrungen
Rämässerorden für 11 Jahre aktive Mitgliedschaft:
Juliane Köbele, Melanie Schauber, Niko Bosch, Sebastian Weber, Silke Weber

Verbandsorden in Silber für 22 Jahre aktive Mitgliedschaft:
Ramona Fries

Verbandsorden in Gold für 33 Jahre aktive Mitgliedschaft:
Liane Achenbach, Marita Grolle, Uwe Tischler

Text und Bild: Adelbert Mutz