Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!

In Sachen Ausbau des dritten und vierten Gleises der Rheintalbahn ist Bewegung gekommen. Das Regierungspräsidium hat die Pläne der Bahn zum Ausbau in Offenburg zurückgewiesen. Dies ist natürlich ein Signal dafür, dass auch die Pläne zwischen Offenburg und Riegel so wie sie vorliegen wohl nicht genehmigungsfähig sind.

Zugleich gibt dies natürlich Anlass, sich weiterhin optimistisch für eine geänderte Bahnplanung zu engagieren.

Bahnchef Dr. Grube, Ministerpräsident Stefan Mappus, Umweltministerin Tanja Gönner und Wirtschaftsminister Ernst Pfister werden am 18. Februar 2011 in Herbolzheim Station machen, um speziell die besonderen Belastungen der Einwohnerschaft durch die geplanten Überwerfungsbauwerke mit einer Höhe von 7,90 m über Geländeniveau in Augenschein zu nehmen.

Der Reiseplan oben genannter Personen zur Ausbaustrecke der Rheintalbahn mit dem 3. und 4. Gleis steht fest und führt über Offenburg, Kappel-Grafenhausen nach Herbolzheim. Als zentraler Besichtigungspunkt ist der Bereich Kinderspielplatz „Im Entennest“ vorgesehen.

Ich lade, zugleich im Namen meiner Kollegen Bürgermeister Ernst Schilling/Herbolzheim, Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller/Lahr, Bürgermeister Dietmar Benz/Mahlberg und Bürgermeister Matthias Guderjan/ Kenzingen sowie der Bürgerinitiativen „Bürgerprotest Bahn e. V. Herbolzheim-Kenzingen“ und „IG Bohr“ zur Teilnahme ein, um Herrn Dr. Grube, Herrn Mappus und Frau Gönner unsere berechtigten Anliegen durch persönliche Präsenz zu zeigen.

Zeigen Sie Ihre Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern der Kommunen Lahr, Mahlberg, Ringsheim, Kenzingen und Herbolzheim und den Bürgerinitiativen „BI BAHN RINGSHEIM“ „Bürgerprotest Bahn e. V. Herbolzheim-Kenzingen“ und „IG Bohr“.

 

Ich unterstütze die sechs wichtigen Thesen der Stadt Herbolzheim zur Rheintalbahn:

1.  Gemeinderat, Verwaltung und BI stehen für einen menschenverträglichen Ausbau der Rheintalbahn mit zwei Güterzuggleisen entlang der BAB 5 von Offenburg bis Riegel.

2. Nach der Entscheidung des Europäischen Parlaments vom Juli 2010 haben Güterzüge künftig Vorrang vor Personen- und Regionalzügen. Deshalb keine Güterzüge durch die Städte und Gemeinden.

3. Nach Fertigstellung der europäischen Güterzugtransversale Rotterdam-Genua werden sich die Güterzugverkehre mindestens verdreifachen, d. h. die unter Ziffer 2 genannte Verkehrsregelung, Güterzüge haben Vorfahrt, wird in Kraft gesetzt.

4. Die Güterzugtrasse entlang der BAB 5 erfordert keine Überwerfungsbauwerke in Herbolzheim und Kenzingen sowie in Hohberg.

5. Die Güterzugtrasse entlang der BAB 5 ermöglicht weiterhin ein menschenwürdiges Leben. Passive Lärmschutzmaßnahmen (Käfighaltung für Wohn- und Schlafzimmer) können entfallen. Unterhaltungen im Freien sind nach wie vor möglich.

6.  Gleiches Recht für alle Bürgerinnen und Bürger entlang der Güterzugtransversale Genua-Rotterdam.

Zeigen Sie sich solidarisch mit den über 13.000 Einwendungen gegen die bisherigen Planungen der DB ProjektBau. Unterstützen Sie uns bei der auch vom Land Baden-Württemberg favorisierten Güterzugtrasse entlang der BAB 5. Sie helfen mit Ihrer Anwesenheit, unseren berechtigten Belangen für einen menschenverträglichen Bahnausbau Ausdruck zu verleihen.

Ihr
Heinrich Dixa, Bürgermeister