Farbenfroher Umzug in Ringsheim

In luftiger Höhe trohnt noch bis am Aschermittwoch die Rämässerkönigin Sonja I. (Sonja God)
In luftiger Höhe trohnt noch bis am Aschermittwoch die Rämässerkönigin Sonja I. (Sonja God)
Die fünfte Jahreszeit neigt sich auch bei der Ringsheimer Rämässer – Zunft dem Ende zu. Der traditionelle Fasentumzug, der in den letzten Jahren an Attraktivität zugenommen hat, war wieder einer der Höhepunkte der Rämässersaison.

Umzugschef Hans-Dieter Volz sorgte im Grasweg dafür, dass sich alle in der richtigen Spur befanden und marschierende Musikgruppen von phonstarken Musikanlagen auf den Motivwagen nicht untergebuttert wurden. Viele Fuß- und Wagengruppen hatten sich in den Zug eingereiht, um sich mit der neuen Rämässerköniging Sonja I. (Sonja God) den Gästen -auch viele aus der Umgebung- zu präsentieren. Die Kooperation zwischen Schule und Verein wird auch mit der Narrenzunft gepflegt, denn es gehört zum gewohnten Bild, dass sich die Schulklassen und Eltern mit Kostümen und Motivwagen (Superstar, Cowboy, Indianer, Vampire und Waldgeister) beteiligen.

Für eine tolle Umzugsstimmung sorgten die Musikkapelle, der Spielmannszug, sowie die Guggemusiker „Ohrequäler“ mit ihren überdimensionalen Schwellköpfen. Die Mädchen der Rämässergarde zeigten an der Zugspitze noch einmal Bein. Die Hästräger der Rämässer „angelten“ sich an der Umzugsstrecke den einen oder anderen Zuschauer.

Die „Särgli-Hexen Ringosheim“ (2008 gegründet) sowie „de Erzklopfer und d' Stolle-Hexe“ -sie erinnern an die 30-jährige Geschichte des Erzabbaues in Ringsheim- waren ebenfalls am Umzug beteiligt.

Grube war schon da, aber ob es dieses Jahr der Papst auch schafft? Die Feuerwehr sagt ja mit dem Motivwagen:  „Der Papst kummt of Rinse“. Mit dem „Dioxinskandal“ setzte sich der Schützenverein auseinander und die „Schmidt`s“ gingen mit Wagen und Kostümen weit zurück in`s Mittelalter. Der Handball-Fanclub kreierte die Kahlenberg-Paradiesvögel.

Die Gruppe Schluttis-Müller befürchten gar, dass mit dem neuen Hotel im Gewerbegebiet ein hässlicher „Plattenbau“ entstehen könnte und die Gruppe “Di wu immer mitmache“ boten die Dienste als „Lingsheimer Likschas“ an. „Windi`s Knechte“ wiederum hatten das Muster eines Plumpsklos angefertigt, um die WC-Misere am Bahnhof zu beenden; denn wer dort muss, der hat ein Problem. 

Einen wahren Hüttenzauber entfachten in Dirndl und Lederhosen die „Wochenendstürmer“. Mit farbenfrohen Kostümen und Motivwagen beteiligten sich auch wieder auswärtige Gruppen am Ringsheimer Fasnachtsumzug. Die „Party-Pipelz“ schlüpften in Kostüme von „Captain Morgan“, JuVe Kappel hatte sich zum Motiv die Polizei ausgesucht und die „Hodenbätscher“ aus Kappel gaben sich als „Rammler“.

Die „Unbestechlichen“ auf dem Jury-Wagen (Bürgermeister, Pfarrer, Oberzunftmeister, Gemeinderat und Vereinsvorstand)  hatten es wieder einmal nicht leicht, die Bewertung vorzunehmen. Doch wie immer bekamen alle Teilnehmer für die Erhaltung einer schönen Tradition eine Belohnung.

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]
Die Rämässer-Hästräger, das Markenzeichen der Umzuges
Die Rämässer-Hästräger, das Markenzeichen der Umzuges
hier wird das Ringsheimer Supertalent gesucht
hier wird das Ringsheimer Supertalent gesucht
Wer möchte da nicht einsteigen in die
Wer möchte da nicht einsteigen in die "Lingsheimer Lickscha
Derzeit sind die Paradiesvögel auf dem Kahlenberg noch schwarz, aber was nicht ist, kann
Derzeit sind die Paradiesvögel auf dem Kahlenberg noch schwarz, aber was nicht ist, kann noch werden
Wenn der Grube in Ringsheim war, dann wird es doch der Papst auch schaffen?
Wenn der Grube in Ringsheim war, dann wird es doch der Papst auch schaffen?