Mitgliederversammlung der Musikkapelle Ringsheim

Einen Rückblick in das vergangene Jahr und eine Prognose in die Zukunft nahm die Vorstandschaft der Ringsheimer Blasmusik am vergangenen Freitagabend im Probelokal. Die Musikkapelle blickt mit einer aktiven und geschlossenen Vorstandschaft  optimistisch in die Zukunft. Bestätigt wurde indes die Klage des Vorsitzenden Klaus Steenken und des Dirigenten Werner Parotat, dass der Probenbesuch und die Teilnahme an Terminen auch nach einem Jahr nicht besser geworden wäre. Im Schnitt könne die Musikkapelle auf zwei Drittel seiner aktiven Musikerinnen und Musiker zurückgreifen. Die Jugendarbeit unter der Führung der Jugendleiterin Franziska Wieber sei sehr erfolgversprechend. Seit Dezember des letzten Jahres gibt es ein Juniororchester und da sei der Probenbesuch „bombastisch“ gewesen, äußerte die Jugendleiterin in ihren Ausführungen. Neben der wichtigen Aufgabe der Nachwuchsschulung an den Instrumenten, werde viel für den Zusammenhalt und die Motivation der 17 Zöglinge unternommen. Schlittschuhlaufen, Filmabende, Schwimmbadbesuche oder das beliebte Jugendzeltlager gehören zum Programm der Jugendarbeit. Zum Muttertagskonzert am 8. Mai stellt sich das Juniororchester vor.

Der 1. Vorsitzende Klaus Steenken sprach ein Lob für die gesamte Vorstandschaft aus, denn die Zusammenarbeit sei konstruktiv. Alle Positionen seien besetzt und die erfreulich gute Jugendarbeit zeige eine gute Entwicklung in die Zukunft. Die Musikkapelle habe derzeit 112 Mitglieder, davon seien 36 aktiv tätig. Das Durchschnittsalter der Aktiven liege bei 24 Jahren, stellte Steenken fest, der mit dem Engagement der Mitglieder bei Arbeitseinsätzen mit wenigen Ausnahmen zufrieden war. Die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 160-jährigen Bestehen der Musikkapelle in diesem Jahr werden in kleinem Rahmen stattfinden, gab Steenken bekannt. Schriftführer Mathias Ringwald informierte die Mitglieder in einer langen Liste über die vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres und lobte die Musikerinnen und Musiker für ihr „musikalisches, kameradschaftliches und partnerschaftliches Engagement“. Musikalische Akzente setzte die Kapelle bei unterschiedlichen Anlässen: Hochzeiten, Rathauseinweihung, Seniorennachmittag, die Beteiligung bei kirchlichen Festen oder die musikalische Gestaltung des Partnerschaftsfestes mit der französischen Gemeinde Albigny, und als Höhepunkt das Jahreskonzert im Bürgerhaus. Das sind nur einige Beispiele in der langen Liste des Schriftführers. Hervorzuheben seien auch die Erfolge von Valerie Gruseck und Mira Kranz, die beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ einen ersten Preis gewannen und sich demnächst beim Landeswettbewerb in Ulm wieder der Jury stellen werden.

Die Kasse stimmt bei der Musikkapelle, darüber berichtete ausführlich Michael Müller. Das schlechte Gassenfestwetter des letzten Jahres machte sich jedoch bei den Einnahmen bemerkbar. Als feste Größe kann der Rechner jedoch immer einen beachtlichen Zuschuss der Gemeinde und Spenden aus den Reihen der Mitglieder einkalkulieren. Für Dirigent Werner Parotat, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, übermittelte Florian Kölble dessen Anmerkungen. Die Steigerung des musikalischen Niveaus gehe nur über die Probenbesuche, war seine Grundaussage. Mit der erfolgreichen Jugendarbeit könne die Musikkapelle jedoch die Zukunft des Orchesters sichern. Die Anpassung der Satzung mit der Verabschiedung der Ehren- und Beitragsordung war eher Formsache und wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Alle zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Eine Ehrung erfuhr neben ihrem großen Engagement in der Jugendarbeit Franziska Wieber für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Kapelle, seit 2007 auch in der Vorstandschaft.

Bürgermeisterstellvertreterin Christa Mutz überbrachte die Grüße der Gemeinde mit dem Hinweis, dass die Musikkapelle eine feste und wichtige kulturelle Institution in der Gemeinde sei. Gerade  die Jugendarbeit habe einen wichtigen erzieherischen Stellenwert bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Allein schon deshalb sei die Unterstützung der Gemeinde sinnvoll und wichtig.

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]