Mitgliederversammlung des Kulturkreis Ringsheim

Wegkreuze
Wegkreuze: sie erzählen Geschichten aus früherer Zeit. Das Wegkreuz am Heuweg muss dem Gewerbegebiet weichen und bekommt an der Ruster Straße einen neuen Platz. Danach wird es durch den Kulturkreis restauriert

Zu der jährlichen Mitgliederversammlung des Ringsheimer Kulturkreises lud der Vorsitzende Heinrich Dixa die Mitglieder, Förderer und Freunde des Vereins, in den kleinen Sitzungssaal des Rathauses ein.

In seinem Rückblick über das vergangene Jahr stellte er insbesondere die Arbeit der engagierten Mitglieder in den Vordergrund, die in vielschichtiger Art und Weise dazu beitrugen, das breite Angebot des Kulturkreises zu bewerkstelligen. Erfreulich sei die Tatsache, dass alle Veranstaltungen im Bürgerhaus mit „schwarzen Zahlen“ durchgeführt werden konnten. Diese Aussage spiegelte sich auch im Kassenbericht von Klaus Bosch wieder, der ein sattes Plus als Kassenbestand vermelden konnte. Dabei wies Dixa ausdrücklich darauf hin, dass das finanzielle Polster allein für die Zwecke des Kulturkreises, in der Hauptsache für Ringsheimer Kulturdenkmäler ausgegeben werde, und nannte als Beispiel die Johannes-Kapelle, für deren Erhaltung schon viel Geld und ehrenamtliche Arbeitszeit aufgebracht wurde, sowie für die Restaurierung der Wegkreuze. Im Rahmen der Erschließung des Gewerbegebietes „Leimenfeld II“, werde in den nächsten Tagen das Wegkreuz am „Heuweg“ entfernt und an anderer Stelle -nördlich der OMV-Tankstelle- wieder aufgebaut. Sobald es am neuen Standort erstellt ist, werden die Restauratoren des Kulturkreises, Hermann Saumer und Moritz Fehrenbacher, das schon mehrfach mutwillig beschädigte Wegkreuz restaurieren. Im Hinblick auf den „Tag des offenen Denkmals“ am 11. September, wird sich der Kulturkreis verstärkt um die Johannes-Kapelle kümmern. Zu diesem Termin soll das Ringsheimer Kleinod für Besucher mit Führungen geöffnet werden.

Sehr beliebt und über die Grenzen von Ringsheim hinaus bekannt waren die Studienreisen und Fahrten unter der Leitung von Esther Dixa. Ziele der Studienreisen waren Malta, Israel, Madeira, Moskau und St. Petersburg, Rom und als letzte Reise Vietnam. Von der Reise nach Vietnam berichteten im Anschluss an die Versammlung mit beeindruckenden Bildern Esther und Heinrich Dixa. Im Bürgerhaus fanden vier Konzerte statt und Dixa erinnerte noch einmal an das Konzert der Ringsheimer Sänger Ludwig Fluck und Roland Rettenmaier, sowie Antje Tomaschke-Weschle aus Ichenheim. Sehr erfolgreich, aber auch lehrreich, war der „Irische Abend“ mit Steven Bailey, bei dem die Logistik nicht völlig durchdacht war. Aber der Kulturkreis hat die Chance, sich zu rehabilitieren, denn Bailey kommt dieses Jahr wieder nach Ringsheim. Im Rathaus sollen auch wieder Ausstellungen ins Leben gerufen werden. Mit dem Rathausumbau konnten diese nicht mehr stattfinden. Mit einer in Ringsheim lebenden Künstlerin soll diese Tradition wieder aktiviert werden. Ein abwechslungsreiches Programm wird der Bevölkerung auch dieses Jahr angeboten, kündigte Dixa an. Bereits am Samstag, 26. März gastiert im Ringsheimer Bürgerhaus das Freiburger a-capella-Männerquintett „Öl des Südens“.Und am Samstag, 14. Mai treten zum ersten Mal junge Ringsheimer Solistinnen und Solisten, darunter Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, auf der Bühne im Bürgerhaus auf.

Lediglich Formsache war eine Satzungsänderung, mit der die Regularien des „Gesetzes zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements“ eingearbeitet wurden. Die Kassenprüfer Manfred Weber und Helmut Fischer bescheinigten sowohl dem Kassierer als auch der gesamten Vorstandschaft tadellose Arbeit. Das war das Signal für die Versammlung, der ganzen Mannschaft Entlastung zu erteilen. 

Christa Mutz, stellvertretende Bürgermeisterin und selbst aktives Mitglied im Kulturkreis, würdigte aus der Sicht der Gemeinde die Verdienste des Vorsitzenden Heinrich Dixa und der Mitglieder des Kulturkreises. Das große kulturelle Angebot des Kulturkreises mit ihrer Wirkung weit über die Gemeindegrenzen hinaus, bringe Beachtung für die ganze Gemeinde. Die Pflege und die Erhaltung der Kulturgüter aus eigenen Mitteln durch den Kulturkreis, entlasten die Gemeindefinanzen.

[Text: Adelbert Mutz]