Generalversammlung des MGV Ringsheim mit Geburtstagsständchen für den Bürgermeister

Ehrungen: (v.l.n.r.) Alois Weber (Ehrenmitglied für 40 Jahre passive Mitgliedschaft), Konrad Hassur (keine Fehlprobe), Vorsitzender Bernhard Kaufmann

 

Es ist geübte Praxis beim MGV Ringsheim, dass zum Auftakt der Generalversammlung gesungen wird. Mit dem „Schwarzwald-Wanderlied“ und einem Geburtstagsständchen für den Bürgermeister Heinrich Dixa, begann die Versammlung des MGV. Bernhard Kaufmann, langjähriger 1. Vorsitzender und „dienstältester Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft (Dixa), gedachte zunächst der verstorbenen Mitglieder.

Er beschränkte sich eingangs auf wenige Worte und stellte fest, dass es ein Jahr ohne Besonderheit und „voller Harmonie“ war. Der MGV singt nicht nur, sondern bereichert das kulturelle Angebot in der Gemeinde auf vielfältige Weise, wie aus dem Bericht von Schriftführer Hubert Blank -seit 30 Jahren Schriftführer im MGV- zu entnehmen war. Er erinnerte an die vielen Ständchen zu Ehren der Jubilare, an das Freundschaftssingen bei der 100-Jahrfeier in Altdorf, oder an die Ehrungsfeier des Ortenauer Sängerbundes an gleicher Stelle, bei der Bernhard Kaufmann und Hilmar Weber geehrt wurden. Als Höhepunkte stellte Blank das Konzert, zusammen mit dem „Chörle“ und dem Gesangverein Broggingen und die Theateraufführungen mit dem Luststück „Dem Himmel sei Dank“, heraus. Eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Herrenknecht in Schwanau wurde von Hilmar Weber organisiert. In Erinnerung rief der Schriftführer noch einmal den Jahresausflug nach Speyer. Seit Beginn des Gassenfestes ist auch der MGV immer beteiligt. Das Fest ist auch Teil der finanziellen Absicherung des Vereins.

146 Mitglieder hat der Ringsheimer MGV, davon 40 Ehrenmiglieder. 32 Sänger bilden den Chor. Rechner Bruno Frank gab einen Einblick über die Finanzen mit der Feststellung, dass die Kasse stimmt, denn das Jahr endete mit einem Überschuss. Als Grund nannte Frank die großzügige Spendenbereitschaft und die Bilanz aus den Theaterabenden. Das Gassenfest war jedoch schon besser, Frank machte das schlechte Wetter verantwortlich. Die beiden Kassenprüferinnen Ingeborg Schulz und Claudia Schuster bestätigten eine exakte Kassenführung; Schulz: „Ich hätte gerne einmal ein Häkchen hinter den Kosten für eine Taufe oder eine Hochzeit gemacht“.

Bei den Anstehenden Wahlen der Ersten Vorstandsmitglieder gab es keine Veränderungen, alle stellten sich wieder zur Verfügung.

In seinen Grußworten dankte Heinrich Dixa dem 1. Vorsitzenden Bernhard Kaufmann (primus inter pares) und hob die Leistungen des MGV, die in vielfältiger Art die Kultur beleben würden, hervor. „Beim Theater hatte ich ganz große Freude“, hob er heraus. Dixa bat um Verständnis, dass ein Antrag auf teilweisen  Erlass der Bürgerhausgebühren nicht möglich sei. Dirigentin Myri Turkenich dankte den Sängerinnen und Sängern des MGV und dem Chörle für die Mitarbeit und ermutigte gleichzeitig zur Pünktlichkeit. Mit Alois Weber, seit 40 Jahren passives Mitglied des MGV, erhöht sich die Zahl der Ehrenmitglieder auf 41. Konrad Hassur war der eifrigste Probenbesucher, er fehlte nie.

Josef Roth (li.) singt seit 60 Jahren im Tenor und wird am 27. März vom Ortenauer Sängerbund geehrt
Josef Roth (li.) singt seit 60 Jahren im Tenor und wird am 27. März vom Ortenauer Sängerbund geehrt. Vorsitzender Bernhard Kaufmann würdigt in der Generalversammlung die Verdienste des Sängers.

 

Seit 60 Jahren ist Josef Roth aktiver Sänger. Kaufmann wies darauf hin, dass Roth am folgenden Sonntag vom Ortenauer Sängerbund geehrt werde. Tenor Josef Roth trat mit 17 Jahren in Rust in den MGV ein und nach der Hochzeit in den MGV Ringsheim. Besonders hervorgehoben wurden die Leistungen des Vizedirigenten Günter Feist, der mit der Leitung der Theatergruppe und als Organisator für das Chörle viel Zeit investiere, lobte Kaufmann seinen Stellvertreter.

Kritisch erfragt wurde vom Passivenvertreter Adelbert Weber die Entwicklung des „MGV-Chörle“.

Die Mitgliederzahl sei geschrumpft und der Bestand des Chores und somit auch des MGV sei gefährdet. In seiner Stellungnahme erkannte Günter Feist zwei mögliche Ursachen für das momentane Problem: Die Probezeiten seien wohl zu spät angesetzt und einige verstehen sich lediglich als Projektsänger und verlassen danach den Chor. Man sei jedoch zuversichtlich, dass das „Chörle“ unter der musikalischen Leitung von Myri Turkenich wieder Aufwind bekomme.

Und Günter Feist: „Es gibt einen Lichtblick, aber der Strohhalm ist noch recht dünn“.

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]