Klarinettentrio beim Landeswettbewerb in Ulm erfolgreich

Klarinettentrio
(v.l.n.r.): Amelie Schillinger, Mira Kranz, Valerie Gruseck

Das Klarinettentrio der Musikschule Schindler-Villa Herbolzheim (Markus Frieß) stellte im Rahmen des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ am Sonntag, dem 3. April, in Ulm erneut seine Spielkunst unter Beweis. Die drei jungen Musikerinnen, Valerie Gruseck und Mira Kranz, beide aus Ringsheim und aktive Mitglieder in der Musikkapelle und Amelie Schillinger aus Rheinhausen traten schon beim Regionalwettbewerb in Lahr an und erzielten einen ersten Preis mit einer Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Dass der Erfolg nicht vom Himmel fällt, ist dem Trio längstens bekannt. Etliche Stunden harter Probenarbeit unter der Leitung ihrer Musiklehrerin, der Klarinettistin Andrea Nagy, waren das „Vorprogramm“, bevor es auf die Reise nach Ulm ging. Am Sonntagmorgen um 09.00 Uhr packte Andrea Nagy das Trio in ihr Auto und fuhr mit ihnen nach Ulm, wo sie auf etwa weitere 2000 junge Musiker und Musikerinnen trafen. Die Veranstalter, die Stadt Ulm und der Landesmusikrat Baden-Württemberg, hatten die Wertungsorte über das ganze Stadtgebiet verteilt. Ulm war für einen Tag die Musikstadt in Baden-Württemberg. Noch nie war die Teilnehmerzahl eines Landeswettbewerbes so hoch wie in Ulm, was für die Organisatoren eine logistische Herausforderung darstellte. Aber die drei jungen Damen aus Ringsheim und Rheinhausen fanden mit ihrer Musiklehrerin sofort das Museum, in dem sie sich der Jury stellten. Obwohl alle drei bereits reichlich Erfahrung bei Landes- und Bundeswettbewerben mitbrachten, sorgte der Auftritt auch in Ulm für Anspannung und Nervosität. 45 Minuten vor dem Auftritt mussten ausreichen, um im Vorspielraum sich spieltechnisch und mental mit ihrer Musiklehrerin vorzubereiten. Um 15.00 Uhr war es dann soweit. Das Trio hatte sich der kritischen Betrachtung der Jury zu stellen. Zunächst hieß es innehalten, sammeln und gemeinsam Luft holen. Valerie gab mit einer Kopfbewegung das Zeichen zum Start.

Mit „Terzetto“ des belgischen Komponisten Marcel Poot (1901-1988) eröffnete das Trio ihr Programm. Die schwierige, modern gehaltene Komposition verlangte von den Spielerinnen, die spieltechnisch und musikalisch perfekt aufeinander abgestimmt waren, die volle Konzentration. Die weiteren Stücke waren ein „Trio in B a-Moll“ von J. Iwan Müller (1786-1854) und „Second Grand Trio Concertante for three clarinets“ von James Waterson (1834-1893). Schon der Beifall der anwesenden Zuhörer ließ vermuten, dass nach 20 Minuten wieder etwas Besonderes gelungen war.

Da die Wertungsergebnisse erst zum Ende der Veranstaltung bekannt wurden, wollte man sich auf den Heimweg begeben; doch dieser zweite Teil der Reise war nicht von Erfolg gekrönt, denn die Autobatterie gab den Geist auf. So traten die vier Damen die Rückreise nach Ringsheim erst gegen 19.30 Uhr mit dem Vorteil an, dass zwischenzeitlich auch das Wertungsergebnis feststand.

23 von 25 möglichen Punkten hatte sich das Trio erspielt und das bedeutete einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb. So konnte die Rückfahrt entspannt angetreten werden. Es war ein langer aber glücklicher Tag in Sachen Musik, der fast bis nach Mitternacht dauerte.

Der Bundeswettbewerb 2011 findet in Neubrandenburg/Neustrelitz statt. Auf die Frage, ob sie daran teilnehmen werden, antwortet Valerie Gruseck: „Aber klar doch“.

 

Am Samstag, dem 14. Mai, um 20.00 Uhr, ist das Klarinettentrio, zusammen mit weiteren Ringsheimer jungen Solisten und Solistinnen, im Ringsheimer Bürgerhaus bei einem Konzert mit ihrem Wettbewerbsprogramm zu hören.

 

[Text und Bild: Adelbert Mutz]