Beaune, Lyon, Albigy -eine zweitägige Kulturreise in den Süden Frankreichs

Bistro Albigny: Im kühlen Schatten bei der Partnergemeinde in Albigny

Zu einer zweitägigen Kulturreise brachen Mitglieder von gleich drei Vereinen (Kulturkreis, DRK und Freundeskreis) nach Frankreich auf. Durch das Elsass ging es Richtung Freigrafschaft Burgund. Beaune war erstes Ziel der Reise. Mit etwa 20.000 Einwohner ist Beaune das Zentrum des Weinanbaugebietes der Côte de Beaune im Departement Côte-d`Or (Goldener Berg). Esther und Heinrich Dixa, ausgewiesene Kenner des Burgund, führten die Gruppe durch die Altstadt von Beaune. Eine der Sehenswürdigkeiten ist das Hôtel-Dieu, ein ehemaliges Hospital aus dem 15. Jahrhundert. Heute ist es ein Museum und gibt einen interessanten Einblick in die Krankenpflege der frühen Neuzeit. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Markt. Dort gibt es Antikes, Kleider, Haushaltswaren und natürlich alles, was den Magen freut. Geflügel aus der Bresse mit Kopf. Leber, Herz & Magen sind noch drin, und so wird es verkauft, und auf Wunsch auf einem alten Holzhackklotz gleich küchenfertig gemacht. Die Gruppe deckte sich mit Köstlichkeiten für das nachfolgende Picknick ein.

Gestärkt wurde die Fahrt nach Lyon fortgesetzt. Die drittgrößte (oder doch zweitgrößte) Stadt Frankreichs, am Zusammenfluss von Rhône und Saône, hat ein unerschöpfliches Ensemble an Kulturgütern und Sehenswürdigkeiten. Die Gruppe nahm sich ein spezielles Ziel vor, nämlich die Altstadt (Vieux Lyon) von Lyon, die 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Das Altstadtviertel aus dem  Mittelalter und der Renaissance, zwischen dem Fuß des Berges Fourvière und der Saône gelegen, besteht aus drei Quartieren: Saint-Paul, Saint Georges und

Saint-Jean. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch die engen Gassen mit den zahlreichen Restaurants wurde deutlich, warum Lyon als gastronomische Hauptstadt bezeichnet wird. In einem dieser kleinen aber feinen Restaurants wurde gegessen. Und wie es die Franzosen lieben, wurde der berühmte „Fromage Blanc“, ein weicher Frischkäse, mit Sahne und Zucker serviert.

Die sogenannten Traboules in Lyon sind sehr berühmt. Die gesamte Altstadt ist mit diesen Gängen, welche die Innenhöfe verbinden, durchzogen. Diese Wege erlaubten Arbeitern und Bauern ihre Tücher und andere Stoffe geschützt durch die Stadt zu transportieren. Außerdem konnte man sich darin im Verborgenen durch die Stadt bewegen. So nutzte die Résistance während des zweiten Weltkrieges diese verborgenen Pfade ausgiebig.

Ein Abstecher in die nahe gelegene Partnergemeinde Albigny war Für den Sonntag fest eingeplant.

Vor dem zweistündigen Aufenthalt wurde die Reisegruppe zunächst im Sitzungssaal des Gemeinderates, dem „Maison de l´Accueil“ empfangen. Im Anschluss ging es zu Fuß zum neuen Pflegeheim und in unmittelbaren Nähe zum neuen Vereinshaus, das nach seiner endgültigen Fertigstellung auf 1200 Quadratmetern der Jugend und den Vereinen zur Verfügung stehen wird.

Beim Bistro in der Ortsmitte von Albigny wurden im kühlen Schatten Tische zusammen geschoben, um sich vor der Abreise noch ein (oder mehrere) Gläschen zu genehmigen. Altbürgermeister Henri Saint-Pierre mit seiner Frau und Bürgermeister Jean-Paul Colin gesellten sich dazu. Und hätte die Zeit nicht gedrängt, wäre man vermutlich bis in die Nacht gesessen. Etwas müde, aber mit beeindruckenden Erinnerungen kam die Reisegruppe am späten Abend in Ringsheim an.

[Text und Bild: Adelbert Mutz]