Traumhaftes Sommerwetter und menschengefüllte Straßen und Lauben beim 34. Wein- und Gassenfest

Gassenfest
Bürgermeister Heinrich Dixa und die amtierende Rämässerkönigin Sonja I. (Sonja God) eröffnen gemeinsam das Fest

Es war wieder ein Jahr, bei dem das Wetter beim Ringsheimer Wein- und Gassenfest eine entscheidende Rolle spielte. Reichlich Sonne und sehr angenehme Temperaturen veranlassten Gäste aus Ringsheim und der Umgebung, sich von den Kochkünsten in den Lauben der Ringsheimer Vereine verwöhnen zu lassen. Stimmt das Wetter, stimmt auch die Kasse. Ein wichtiger Faktor für das Bestehen der Ringsheimer Vereine, sind doch diese aus wirtschaftlichen Gründen auf die Einnahmen des Gassenfestes angewiesen.

Die Wetterprognosen ließen zunächst nichts Gutes erahnen, und der wolkenverhangene Himmel kurz vor der Eröffnung des Ringsheimer 34. Wein- und Gassenfestes, am Samstag, um 18.00 Uhr, war ein Beleg für die etwas schlechte Wettervorhersage. Als aber die Musikkapelle Ringsheim, unter der Leitung von Werner Parotat, mit einem Marsch zur Festeröffnung aufspielte, hörte es auf zu regnen. Bürgermeister Heinrich Dixa begrüßte die Festbesucher, unter ihnen den

CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß und den aus Ringsheim stammenden Oberbürgermeister von Achern, Klaus Muttach. Auf  seiner Begrüßungsliste standen auch die Vertreter der Umlandgemeinden, Ringsheimer Ehrenbürger, sowie Gäste aus dem belgischen Merelbeke, die bereits seit 34 Jahren regelmäßig das Fest besuchen. Eine Delegation aus der oberelsäsischen Gemeinde Kienzheim zählte ebenfalls zu den Gästen, wie auch eine Abordnung aus der französischen Partnergemeinde Albigny-sur-Saône, die seit vielen Jahren mit einem Beaujolaise-Stand das Gassenfest bereichern. Dixa bedauerte, dass Altbürgermeister Henri St. Pierre aus Albigny schwer erkrankt sei und deshalb nicht kommen könne. Der Fassanstich durch den Bürgermeister war ganz unspektakulär, kein einziger Tropfen ging verloren. Das lag vermutlich auch an der Aufforderung des Bürgermeisters in der letzten IG-Sitzung an den Bierlieferanten: „Vergiss´ die Dichtung nicht“.  Die amtierende Rämässerkönigin Sonja I. richtete in Reimen Grußworte an die Festbesucher.

Gassenfest
Drei Tage beherrschten die Gäste die Ringsheimer Ortsmitte

Drei Tage lang, von Samstag bis Montag, bei Sonne pur, waren sämtliche Lauben in der Festmeile der Ortsmitte während der Essenszeiten rappelvoll. Man schätzt eben die gute Küche in Ringsheim, die auch mit Lieblingsgerichten aus Omas Kochbuch aufwartet. Seien es die Schupfnudeln beim TUS , die gebackenen Champignons beim DRK, oder das Käsesouffle beim TC. Es ist nur eine kleine Auswahl dessen, was an Vielfalt von Speisen angeboten war, die auf den Speisekarten der Gourmetrestaurants kaum mehr zu finden sind.

Dieses Konzept funktioniert jedoch nur mit den vielen fleißigen ehrenamtlichen Mitgliedern der Vereinsgemeinschaft, die entweder kräftig zulangen, wenn es um den Auf- und Abbau der Lauben geht, oder in den Küchen und Lauben für die Verköstigung der Gäste sorgen. Zu ihnen gehörte auch Jasmin Nopper, die gleich bei mehreren Vereinen eingespannt war. Es sei mitunter sehr anstrengend, die Gäste zeigten aber überwiegend Verständnis, wenn sie Wartezeiten in Kauf nehmen mussten, betonte sie. Erste Erfahrungen machen jedes Jahr auch die ganz jungen Vereinsmitglieder. Mit dabei war auch Florian Schüller, der ab und zu Geschirr abtrug: „Kann ich das wegtragen, hat es geschmeckt“, trat er höflich den Gästen gegenüber. Es ist die nachfolgende Generation, mit deren Engagement die Zukunft der Ringsheimer Gassenfeste steht oder fällt. Diese Ansicht teilt auch der IG-Vorsitzende Manfred Weber, der drei Tage lang Präsenz zeigte. Mit zwei Lauben weniger musste das Gassenfest dieses Jahr auskommen, denn der Männergesangverein und der TTC sahen sich personell nicht mehr in der Lage, eine große Laube zu betreiben. Weber war jedoch mit dem Verlauf und dem Ergebnis des diesjährigen Wein- und Gassenfestes sehr zufrieden. Durch die milden Sommertemperaturen hielten sich gerade die zahlreichen jungen Festbesucher im Außenbereich an den Getränke- und Imbissständen auf, während die älteren Gäste den Aufenthalt in und vor den Lauben bevorzugte. Vor dem Nachhauseweg nahmen viele die Gelegenheit wahr, zum Beispiel am Stand der französischen Partnergemeinde Albigny ein Gläschen Beaujolaise zu genießen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten wieder die Gassenfestmusikanten in der Laube der Musikkapelle und „Onkel Jakobs Stubenmusikanten“ beim DRK. Diese spielten auch am Samstagabend auf der Freitribühne vor der TC-Laube. Die junge Generation bevorzugte dann eher Hiphop-Musik aus der „Dose“ in und vor den Getränkeständen.

"Symphonie der Farben" mit Malerin Rosemarie Dirschka
Wer Lust auf Kunst verspürte, begab sich auf einen Rundgang in das evangelische Gemeindehaus und besichtigte die Gemäldeausstellung „Symphonie der Farben“ der Künstlerin Rosemarie Dirschka.

 

Gespannt warteten die Kinder am Montagmittag auf die Ziehung der Gewinner aus dem Ferienquiz der Gemeinde Ringsheim. Die Verlosung wurde von Bürgermeister Heinrich Dixa persönlich durchgeführt. Je eine Eintrittskarte in den Europapark gewannen Emely und Katlyn Reymann, Alexandra Maier und Victoria Mix. Erfreulicherweise gab es keine nennenswerten Auseinander-setzungen, die Anwesenheit des Sicherheitsdienstes machte sich bemerkbar.

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]