Nachwuchs für die Familienklassen an der Ringsheimer Karl-Person-Schule

Es ist immer noch ein besonderes Ereignis für die Erstklässler, wenn sie mit den Schultüten, in Begleitung der Eltern und Großeltern, Tanten und Onkels, in die Schulgemeinschaft aufgenommen werden.

Großer Bahnhof war deshalb am vergangenen Donnerstag im Foyer des ersten Obergeschosses der Schule in Ringsheim. 14 Kinder, neun Buben und fünf Mädchen, wagten einen ersten Dialog mit dem Rektor der Schule, Herbert Metzger. Zur Begrüßung spielte zunächst die Blockflötengruppe von Silvia Berndt und mit dem Lied „Herzlich willkommen, ihr lieben Leute“ stimmte der Schulchor gesanglich mit ein. Rektor Herbert Metzger nahm daraufhin den Dialog mit den „Neuen“ auf: „Ich habe mich für die Einschulung für euch schön angezogen“, und verwies damit auch für die restlichen Gäste auf seinen wirklich feinen dunklen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Die Wichtigkeit dieses Tages belegte er aber auch mit seiner Ansprache an die Erstklässler. Die Frage des Rektors, auf was es in der Schule ankomme, war eine der leichteren Übungen für die Kinder; natürlich lesen, rechnen, schreiben. Aber das ist noch nicht alles, erfuhren die Erstklässler. Der sichere Schulweg, ein freundlicher Umgang untereinander, die Einhaltung von Regeln, waren Beispiele, die der Rektor schon einmal rein prophylaktisch an das Kind brachte. Aber er hatte auch  eine gute Nachricht: „Nicht alles muss an einem Tag gelernt werden“. An die Eltern ging der Appell, in Zusammenarbeit mit der Schule und den Lehrerinnen Geduld und Vertrauen zu haben.

Sehr wichtig ist in der Ringsheimer Schule der „Vertrag“ per Handschlag, mit dem Metzger jedem Schüler das Vertrauen entgegenbringt. Der Schulchor unter Mitwirkung der Lehrerinnen Gisela Frank, Susanne Bähr, Nadine Bumann, Renate Hertenstein und Britta Erny, trugen mit einigen Liedern, darunter auch ein französisches Chanson, zur Einschulungsfeier bei.

Zur Überraschung gab es gleich die ersten Unterrichtsstunden in Deutsch und Sport, spielerisch und gesanglich vom Schulchor dargeboten. Bei der Sportstunde wurden die Erstklässler mit einbezogen.

Die Vorsitzende des Elternbeirates, Daniela Keyser hieß die Erstklässler ebenfalls willkommen mit der Bitte an die Eltern, mit Lehrerinnen und Elternvertreter die Entwicklung der Kinder gemeinsam zu unterstützen. Und an der Schule in Ringsheim ist das geübte Praxis, denn die Eltern der Klassenstufe 2 bewirteten im Erdgeschoss die zahlreichen Gäste mit Kaffee und Kuchen.

Die 14 Kinder werden auf vier Familienklassen verteilt, denn die Grundschulunterrichtung wird in Ringsheim durchgängig in Familienklassen durchgeführt. Damit hat Ringsheim mit Schuttertal ein Alleinstellungsmerkmal, wie Rektor Metzger betonte. Da die Schülerzahlen in Ringsheim rückläufig sind, gibt es zunächst keine Hauptschulklassen mehr. In den vier Familienklassen der Jahrgangsstufen eins bis vier werden 74 Kinder unterrichtet. Im vergangenen Schuljahr waren es noch 91 Schüler in fünf Familienklassen und einer Kombiklasse 5/6.

[Text und Bild: Adelbert Mutz]