Ringsheimer Vereine mit Wein- und Gassenfest zufrieden

Manfred Weber zum ständigen IG-Vorsitzenden gewählt

 Manfred Weber
Manfred Weber
Zu einer abschließenden Bewertung des diesjährigen Wein- und Gassenfestes in Ringsheim trafen sich die Vorstände der Ringsheimer Vereine und Bürgermeister Heinrich Dixa. Wenn das Wetter stimmt läuft es gut in Ringsheim, denn das Fest mitten im Ort hat einen unverwechselbaren Charakter und ist beliebt, war die gemeinsame Feststellung bei der IG-Sitzung. Mit einer weiteren positiven Nachricht überraschte Manfred Weber vom TUS, diesjähriger Organisator des Gassenfestes. Er würde auf Dauer den Vorsitz der IG der Vereine in Ringsheim übernehmen. Nachdem der langjährige IG-Vorsitzende Alfons Mutz vor ein paar Jahren altersbedingt den Vorsitz aufgab, hatte man sich auf das Rotationsverfahren geeinigt, so dass jedes Jahr ein anderer Verein die Organisation übernahm. Das Angebot von Manfred Weber wurde sofort und ohne Diskussion angenommen. „Wir lassen das System Alfons Mutz wieder aufleben“, freute sich Heinrich Dixa und „besser kann es nicht kommen“, argumentierte Ulrich Wieber vom Tennisclub. Als weitere gute Nachricht überbrachte Weber die Mitteilung, dass als Restguthaben des Bierlieferanten noch 150 Liter Bier vorhanden seien, das beim nächsten Gassenfest für die Helfer beim Auf- und Abbau ausgegeben wird.

Die Umlagekosten des Gassenfestes von etwa 6000 Euro, zum Beispiel für Schankerlaubnisse, Strom, Wasser, Glasbruch, Toilettenwagen und anderes mehr, werden über einen Umlageschlüssel auf die Vereine umgelegt. Dabei entfielen auf die zehn Vereine Kosten in Höhe von etwa 400 bis 800 Euro. Die jeweiligen Umsätze und Gewinne werden nach wie vor als „Betriebsgeheimnis“ gehütet. Diese Zahlen müssen erst wieder dem Finanzamt präsentiert werden. In der IG-Kasse habe man ein kleines Polster von etwa 1000 Euro, mit dem auch Kosten für Jubiläen oder Geburtstage abgedeckt werden können, gab Manfred Weber zur Kenntnis.        

Kleinere organisatorische Probleme sollen behoben werden. Dass zum Festbeginn kein Personal für die Betreuung des WC-Wagen da war, wurde auf fehlende Kommunikation mit dem Eigentümer zurückgeführt. Das Personal darf auch weiterhin ein Kässchen aufstellen, auch wenn die Kosten für den Toilettendienst mit der Umlage abgedeckt sind. Mit einer klaren Regelung bezüglich der Essensgutscheine an Fremdpersonal wie Sicherheitsdienst, sollen Irritationen ausgeräumt werden.

Ein privater Spielgeräteanbieter soll nicht mehr engagiert werden, wurde in der Versammlung festgestellt. Die Einbindung des Kindergartens wurde als schwierig erachtet, weil in der Ferienzeit der Kindergarten geschlossen ist. Da sich die Zahl der teilnehmenden Vereine reduzierte, entstanden zwangsläufig Lücken, die sich negativ auf das Gesamtbild und auf den Charakter des Festes auswirkten, wurde bedauert. Aber man will nach Lösungen suchen. Die Preisgestaltung für das kommende Jahr solle überprüft werden.  Eine moderate Erhöhung ist angestrebt. Dabei soll die Obergrenze von sieben Euro für Speiseangebote nicht überschritten werden.

Bürgermeister Heinrich Dixa dankte dem neuen IG-Vorsitzenden Manfred Weber für seinen Einsatz und sicherte ihm gleichzeitig die Unterstützung der Gemeindeverwaltung zu. „Man muss viel Zeit investieren“, sagte Manfred Weber, der das erste Fest als Hauptorganisator hinter sich hat. 

Die Termine des Veranstaltungskalenders für das Jahr 2012 wurden ebenfalls abgesegnet. Über 70 Veranstaltungstermine sind bereits festgelegt, ein paar werden noch hinzukommen. Das kulturelle Geschehen in Ringsheim gönnt sich auch im Jahr 2012 keine große Pausen. Einer der Höhepunkte wird das Wein- und Gassenfest vom 25. bis 27. August im Ortskern sein. 

[Text  und Bild: Adelbert Mutz]