Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ringsheim

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Die Gemeinde Ringsheim identifiziert sich stark mit ihrer Feuerwehr. Dies zeigte sich erneut bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag. Kommandant Frank Biehler begrüßte Bürgermeister Heinrich Dixa, Gemeinderäte, den IG-Vorsitzenden Manfred Weber und die Feuerwehrkameraden von der Jugend bis zur Altersabteilung. Die wichtigste Botschaft des Kommandanten, seit kurzem Vater einer Tochter war, dass er zusammen mit seinem Stellvertreter Thomas Nieborowsky für weitere fünf Jahre im Leitungsteam Verantwortung für die Wehr übernimmt.

Dann sei aber Schluss, ließ er wissen. Von der Versammlung wurden dann beide auch einstimmig wieder gewählt. Der Gemeinderat muss laut Satzung diese Personalien noch bestätigen. Das Arbeit sei mitunter sehr belastend, stellte Biehler fest, der seit 15 Jahren mit seinem Vertreter im Amt ist. Es sei nicht die Praxis, sondern der immense Verwaltungsaufwand, sprich Schriftkram, der mit dem Amt verbunden sei, von der rechtlichen Verantwortung des Kommandanten ganz zu schweigen.

Schriftführer Volker Kern gab einen Überblick über die Aktivitäten der Feuerwehr. 15 Einsätze listete Kern auf, alle mit geringerem Schadensausmaß. Kleinbrände, Beseitigung von Ölspuren und Einsätze bei Wasserschäden waren Anlässe, bei der die Wehr ausrückte. Für den Einsatz stehen in Ringsheim 44 aktive Wehrmänner zur Verfügung, zur Jugendfeuerwehr zählen 14 Jugendliche, darunter zwei Mädchen. Neun Männer gehören der Altersabteilung an. Neben der originären Aufgabe der Wehr, werden auch die Vereine bei Veranstaltungen unterstützt. Die technischen und einsatztaktischen Anforderungen der Feuerwehr werden höher, deshalb werde auf  Aus- und Fortbildung großen Wert gelegt. So wurden Lehrgänge für Sprechfunker, Motorsägen, Atemschutz und Fahrerlaubnisse besucht. Ein Problem sei die Tagesverfügbarkeit, weil viele außerhalb berufstätig seien, sagte Biehler.

Dem Kassenbericht von Oliver Wieber war zu entnehmen, dass sich die Beteiligung beim Gassenfest lohnt, denn mit einem guten Kassenbestand kann die Feuerwehr bei Bedarf auf eigene Mitttel zurückgreifen. 

Gut aufgestellt ist die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Jörg Muttach und Andreas Ludin.

Die Ausbildung stehe im Vordergrund, viele Freizeitaktivitäten seien Motivation für den Feuerwehrnachwuchs. Man könne optimistisch in die Zukunft schauen, so Biehler. Die Altersabteilung ist ebenfalls fest in die Kameradschaft integriert und hilft dort wo man gebraucht wird. Ehrenkommandant Alfons Mutz stellte fest, dass die Alterskameraden immer über alle  Aktivitäten in der Wehr bestens informiert wären. Bürgermeister Heinrich Dixa lobte die gute Zusammenarbeit in der Wehr. Eine gute Kameradschaft sei ein Indikator für den Einsatzerfolg und jeder Einsatz erfordere spezielle Kenntnisse, denn die Anforderungen an die Technik seien gestiegen. Als Vorsitzender des DRK dankte Dixa der Feuerwehr für die gute reibungslose Zusammenarbeit. Hoffentlich bleiben wir von Einsätzen verschont, sagte Dixa zum Schluss seiner Ausführungen. Etwas differenzierter betrachtete Berufsfeuerwehrmann und Kreisbrandmeister Thomas Happersberger die Situation, denn Einsätze für die Feuerwehren sei die „Butter auf dem Brot“. Die Feuerwehr in Ringsheim habe eine vernünftige Ausstattung und sei gut ausgebildet, war die Feststellung von Happersberger. Auch er sah das Problem der Tagesverfügbarkeit, die zu klären sei.

Nach über 40 Jahren Dienst für die Feuerwehr wurden Wolfgang Kreis und Lorenz Herr in die Altersabteilung aufgenommen. Ihren Platz in der Einsatzabteilung nehmen mit Dominik Klausmann und Tobias Schmidt zwei Jungfeuerwehrmänner ein. Lukas Kölblin und Andreas Lachenicht haben die Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Beförderungen: Zum Feuerwehrmann Tobias Blust, Maxemilian Feist, Christian Laug
Zum Hauptfeuerwehrmann Günter Klausmann, Andreas Ludin, Jörg Muttach, Michael Weber

 

[Text und Bilder: Adelbert Mutz}