Viel Blut floss in der Kahlenberghalle in Ringsheim

Zwei Mal im Jahr kommt der Blutspendedienst Baden-Baden des DRK nach Ringsheim in die Kahlenberghalle mit dem Aufruf, einen halben Liter Blut für die lebenswichtige Blutversorgung von Patienten sicher zu stellen. Da Blut nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden kann, sind viele Patienten regelmäßig auf die freiwilligen unentgeltlichen Blutspenden gesunder Menschen ab 18 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz angewiesen.

15.000 Blutspenden sind in Deutschland täglich für die lebenswichtige Blutversorgung der Patienten nötig, so die Auskunft des Blutspendedienstes in Baden-Baden. Der DRK-Ortsverein Ringsheim unterstützt die Aktion mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es hat sich inzwischen eingespielt, denn die Feuerwehr gibt den Spendern das Stück Sicherheit nach der Blutentnahme und bei den Landfrauen geht es nicht nur sprichwörtlich um die Wurst. Sie bereiten für die Spender ein gutes Wurstvesper zu.

Regelmäßiger Spender ist der 47-jährige Bernhard Fahrländer, der bereits zum 56. Mal Blut spendete. Neben der guten Tat ist der Gesundheitscheck ein Vorteil. Mit zwei Teams, insgesamt neun Frauen und Männer des Blutspendedienstes, setzen an der Armvene der Spender die Nadel und überwachen die Abnahme. Zu ihnen gehört auch die in Ringsheim gebürtige Antje Riehle, geb. Jungen. Sie wohnt in Lahr und wird vom Blutspendedienst für die Termine im Umkreis von 100 Kilometern angefordert.

Für die Krankenschwester ist die Arbeit inzwischen Routine. Ganz entspannt liegt die Spenderin Alexandra Binz mit der Nadel im Arm auf der Liege und nützt zu Zeit für ein Schwätzchen mit der Teamleiterin Sabine Graf. Sie koordinierte den Ablauf des Blutspendetages. Insgesamt vier Ärzte checkten vor der Spende die Gesundheit der Spenderinnen und Spender. Nur wer fit ist darf auch spenden.

175 Personen hatten sich zur Blutspende angemeldet, 159 Personen wurden zugelassen, so dass 79,5 Liter Blut in das Depot der Zentrale kam. 16 Personen mussten aus verschiedenen Gründen zurückgestellt oder abgewiesen werden. Dass es weniger Spender waren als in den beiden Jahren zuvor, hängt nach Auskunft des Blutspendedienstes Baden-Baden damit zusammen, weil insgesamt in der Region mehr Blutspendetermine angeboten werden. 

[Text und Bild: Adelbert Mutz]