Ein Bürgermeister auf Reisen

 Der Kindergarten ging mit dem Jubilar Heinrich Dixa auf eine gesangliche Europareise

Die Weltoffenheit des Ringsheimer Bürgermeisters Heinrich Dixa war ein durchgängiges Thema bei der Feier zu seinem 60. Geburtstag, zu der die Gemeinde am Sonntagnachmittag Gäste in das Bürgerhaus eingeladen hat. Das Bläserensemble der Musikkapelle (Berthold Stippich, Matthias Ringwald, Alexander Müller, Markus Schmidt, Florian Kölble) eröffneten die Feier mit „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie. „Was für ein schöner Sonntag“, mit diesen Worten des  Bundespräsidenten Joachim Gauck begrüßte Bürgermeisterstellvertreter Konrad Broßmer Heinrich Dixa mit Familie und Gäste aus Ringsheim und Umgebung, darunter auch etliche  Bürgermeisterkollegen aus der Region. Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens nahmen den Bürgermeister mit auf eine bunte und gesangliche Europareise. Mit dem Lied „Guten Tag und auf Wiedersehen“ wurden einige Länder Europas bereist. Sichtlich überrascht nahm der Familienmensch Heinrich Dixa Glückwünsche und Geschenke der Kinder entgegen.

 Viele Gäste folgten der Einladung der Gemeinde zur Geburtstagsfeier der Bürgermeisters.

Helmut Rau, CDU-Landtagsabgeordneter aus der Nachbargemeinde Altdorf, beschrieb in seiner Laudatio Heinrich Dixa als jemanden, der in keine Schublade passe. Er sei nicht leicht zu fassen, man müsse ihn schon von allen Seiten einkreisen. Sein Weg war stets nach vorne ausgerichtet, seine berufliche Laufbahn, die als Koch begann, setzte er erfolgreich als Bürgermeister in Ringsheim fort. Er binde die Menschen in Entscheidungen mit ein. Auch nach einer Amtszeit von fast 27 Jahren sei es Dixa nicht gleichgültig, wie sich die Gemeinde entwickle, sagte Rau. Mit Bürgermeister Dixa sei Ringsheim eine moderne Gemeinde geworden. Sein Handeln für die Gemeinde sei von Pragmatismus geprägt, so Rau, „wir nehmen alles was wir kriegen, wenn möglich noch etwas mehr“. Dixa sei auch ein Mann, der sie Welt an allen Ecken und Enden kennen lernen möchte. Er lebe Werte wie Respekt und Solidarität vor. Er habe das Glück gehabt, in einer freien und offenen Welt aufzuwachsen und mit der Familie glücklich zu werden, beschrieb Helmut Rau den Jubilar.

Dietmar Benz, Bürgermeisterkollege aus Mahlberg, überbrachte die Glückwünsche der Kollegen und des Bürgermeisterverbandes in Reimform. Er bezeichnete Dixa als Visionär und einen tollen Vertreter ihres Standes, „ein Hans Dampf in allen Gassen“, so Benz. Der IG-Vorsitzende Manfred Weber gratulierte im Auftrag der Vereinsgemeinschaft mit dem Wunsch „bleib so, wie wir dich kennen“. Als Geschenk der Vereine übergab Weber eine Spende für das Projekt „Jemen“.

Pfarrer Roland Rettenmaier gratulierte für die Pfarrgemeinde. Er wolle den vielen Wünschen noch vier weitere anschließen. Glück, Segen, Gesundheit und Fröhlichkeit. Und da der Pfarrer ein Freund des Gesanges ist, bildete er kurzerhand mit den Gästen einen großen Chor zu einem Geburtstagsständchen.

 Eine Bank für den Jubilar Heinrich Dixa, das Geburtstagsgeschenk von Verwaltung und Gemeinder

Dass der Ringsheimer Hauptamtsleiter Jürgen Schwarz Sinn für Humor hat, war bekannt. Eine tolle Überraschung war jedoch sein Auftritt mit einem Tag im Leben des Bürgermeisters Heinrich Dixa.

Der begann mit einem Arztbesuch und Rückenbeschwerden, die sich erst besserten, als er im Rathaus im gemütliche Sessel Platz nahm. Die plötzliche Fitnes stellte sich nach dem Anruf des Kollegen Benz ein, der ihn zum Tennisspielen einlud: „ Ein Beamter hat immer Zeit“. „Mit 60 Jahren, da fängt das Leben an“, so klang es aus der Kehle des Sängers Schwarz nach der Melodie von Udo Jürgens. Das gemeinsame Geburtstagsgeschenk von Gemeinderat und Verwaltung war eine Bank für den neu angelegten Garten der Familie Dixa. 

60 Jahre sei kein Verdienst, sondern ein Geschenk, sagte der Jubilar, als er zum Schluss der Feier das Wort ergriff. Er sei in armen Verhältnissen aufgewachsen, die Familie bedeute ihm sehr viel. Mit Dankbarkeit blicke er auf sein Leben zurück. Der Mensch als solcher sei ihm bei der Arbeit wichtig, ein besonderes Lob zollte er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung. Die hatten sich sich zur Feier in ein einheitliches T-Shirt mit dem Ringsheimer Logo gekleidet. Die Arbeit mit dem Gemeinderat sei zielorientiert, sachlich und positiv.  Es freue ihn besonders, dass Otto Neideck, Erster Bürgermeister von Freiburg und Vorsitzender des Regionalverbandes Südlicher Oberrhein der Einladung folgte. Gleiches galt für Alphonse Jenny aus dem elsässischen Kintzheim, mit dem Dixa eine große Freundschaft verbindet. Im Anschluss lud die Gemeinde zu einem Stehempfang ein.

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]