Ringsheimer Senioren werden von der Jugend verwöhnt

Wenn die Gemeinde Ringsheim ihre Senioren und Seniorinnen zum jährlichen Nachmittagskaffee einlädt, werden diese auch immer wieder daran erinnert, dass Musik und Bewegung im Alter besonders wichtig sind. So auch wieder am vergangenen Sonntag im gut besuchten Bürgerhaus. Ein buntes Programm, das von allen Altersgruppen, von den ganz Kleinen bis hin zu den Senioren, gestaltet wurde, zeigte beispielhaft, dass das soziale Gefüge in der Gemeinde sehr gut ist, erwähnte Bürgermeister Heinrich Dixa bei der Begrüßung.

Er begrüßte besonders Altbürgermeister und Ehrenbürger Ludwig Greber mit seiner Ehefrau, die beide beide über 90 Jahre alt sind. Ein Stück weit nahm die Gemeinde den Generationenvertrag an diesem Sonntagmittag wörtlich, denn das Programm wurde von Vereinsmitgliedern gestaltet. Der Ehrenvorsitzende der Musikkapelle, Oskar Hog, führte in bewährter Weise in Reimen durch das Programm. Zur Erheiterung gab er die eine oder andere Geschichte aus dem Dorfleben preis. Der Mittag begann mit „Ode an die Freude“ aus der 9. Sinfonie von Beethoven, klassisch. Unter der Leitung von Monika Müller, selbst jahrelang begeisterte Sopranistin, sang der Seniorenchor auch fast vergessene Lieder, die aber den Zuhörern  noch bekannt sind. Angelika Heumann begleitete den Chor mit der Harmonika.

Zwei selbstbewusste junge Damen, Sophia Friedmann und Ann-Kathrin Göppert, brachten mit ihrem Dialog noch einmal den Brauchtumsabend in Erinnerung. Sie berichteten über den täglichen Konflikt junger aufmüpfiger Teenager mit ihren Eltern. Dixa erwähnte das Engagement der Gruppe „Spaß und Spiel“, denn unter der Leitung von Esther Hofman und Claudia Kunow haben sich zwei Neubürgerinnen für die Senioren engagiert, worüber sich der Bürgermeister besonders freute.

Die Gruppe der Kleinkinder tanzte sich förmlich in die Herzen der Senioren. Etwas schwungvoller kam dann der Auftritt der Gruppe „Fit Kids“, unter der Leitung von Sybille Friedmann daher. Mit dem Stepptanz führten sie den Senioren vor Augen, wie sich die junge Generation fit hält. Dass körperliche Fitness auch im fortgeschrittenen Alter durchaus zu erreichen ist , zeigte Hilde Bär mit der Seniorengymnastikgruppe. Zur Musik von „Tennessee Waltz“ , schwebten elf jung gebliebene Damen mit gelben Umhängen über die Bühne.

Der Applaus der Altersgenossen im Saal war ihnen sicher. Dann kam, worauf alle schon gewartet hatten. Das Bürgerhaus kam wieder in Bewegung. Unter der Leitung von Hilde Bär wurde gemeinsam Gymnastik betrieben. Den letzten Part an diesem Nachmittag übernahm die Musikkapelle, die mit bekannten Stücken, unter anderem mit dem Lied „Glück auf, der Steiger kommt“, an den 30-jährigen Erzabbau in Ringsheim erinnerte. Ein Ort, über dem zu dieser Zeit immer ein rötlicher Teppich lag. Obligatorisch und zum Mitsingen stand zum Schluss das Badner-Lied auf dem Programm. Heinrich Dixa nutzte die Gelegenheit, allen Mitwirkenden und Helfern zu danken, die sich an diesem Tag ganz der älteren Generation widmeten und sich für sie einsetzten.  

Text und Bilder: Adelbert Mutz