Kein Wassermangel bei der Jahresabschlussübung

Reichlich Wasser von oben und unten gab es bei der Jahresabschlussübung der Ringsheimer Freiwilligen Feuerwehr. Zum Löschwasser aus den Feuerwehrschläuchen gesellte sich reichlich Regen. Aber da Feuerwehren keine „Sunshinetruppen“ sind, finden Übungen und Einsätze bei jedem Wetter statt. Lediglich die vielen interessierten Zuschauer versteckten sich schützend unter ihren Regenschirmen vor der Bäckerei Bosch.


Das Übungsobjekt lag auf der gegenüberliegenden Seite und war ein leerstehendes Haus der Gemeinde, das im Zuge der Dorfsanierung auf den Abriss wartet. An und in diesem Objekt konnte sich die Feuerwehr richtig austoben, meinte Kreisbrandmeister Thomas Happersberger, denn den Feuerwehrmännern -und zwei jungen Feuerwehrfrauen- boten sich ideale Übungsbedingungen. Für die junge DRK-Mannschaft um Bereitschaftsleiter Tobias Keller war es gleichzeitig die „Feuertaufe“ in der Zusammenarbeit mit der Wehr, die reibungslos funktionierte, wurde in der Abschlussbesprechung festgestellt.

Zum ersten Mal hatte Christian Feist die Aufgabe, den Zuschauern kurz vor der Übung die Lage, die Alarmmeldewege und die Sonder- und Wegerechte der Feuerwehr zu erläutern. Die Rettung von Menschenleben stand im Mittelpunkt der Übung, denn eine bewusstlose Person im Keller des Gebäudes, sowie zwei Kinder im Obergeschoss des Gebäudes waren zu retten. Ein auf dem Küchenherd liegen gelassenes Tuch verursachte einen Gebäudebrand. Mit zwei Löschfahrzeugen rückte die Wehr an, das DRK hatte in sicherer Entfernung eine Versorgungsstelle für Verletzte aufgebaut.


Mit einer sogenannten Riegelstellung waren Nachbargebäude vor dem Übergreifen des Brandes zu schützen. Zwei Atemschutztrupps drangen in das Gebäude vor, um die im Keller befindliche vermisste Person zu retten. Gleichzeitig wurden mit Steckleitern zwei Jugendliche aus dem Obergeschoss des Gebäudes gerettet. Das DRK übernahm die weitere Versorgung der geborgenen Personen. Unter ihnen war auch ein Atemschutzträger der Feuerwehr, der wegen Bewusstlosigkeit ebenfalls geborgen und vom DRK versorgt werden musste.


Bereits nach einer Stunde konnte Übungsleiter Bernhard Biehler das Erreichen des Übungszieles vermelden. Im Tennisheim trafen sich später die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr und des DRK zur Nachbesprechung, zu der Kommandant Frank Biehler und Bürgermeister Heinrich Dixa geladen hatten. Der Dank der Gemeinde für die Abschlussübung ist immer auch ein Abschlussessen für die Einsatzkräfte der Wehr und des DRK. Lediglich kleinere Mängel stellte der Kreisbrandmeister fest. Der Einsatz des Sicherungstrupps für den Atemschutztrupp hätte schneller erfolgen sollen. Außerdem seien die Atemschutzhelme zu erneuern. Es sei eine grundsolide Übung gewesen, bei der die Zusammenarbeit mit dem DRK sehr gut funktioniert habe.

Text und Bilder: Adelbert Mutz

Eine besondere Ehrung erfuhr Walter Scheer, dem für 40-jährige Dienstzeit das Feuerwehrabzeichen in Gold des Landes Baden-Württemberg überreicht wurde. Zuvor war er 18 Jahre lang aktives Mitglied in der Feuerwehrmusik Herbolzheim. Seine langjährige Treue wird mit einem einwöchigen Aufenthalt in einem Feuerwehrheim belohnt.