Heinrich Dixa informiert über Ringsheimer Perspektiven

Bürgermeister Heinrich Dixa informierte beim Bürgerabend am vergangenen Sonntag im Bürgerhaus über zukunftsweisende Themen der Gemeinde und deren Sachstand. Die musikalische Gestaltung am Bürgerabend übernahm die „Cantina Band“ unter der Leitung von Udo Goldschmidt. 

 

Bahn

Als erstes griff Dixa das Thema Bahn aus Ringsheimer Sicht auf. Seit rund 20 Jahren sei die Gemeinde mit dem Thema beschäftigt, sagte Dixa. Anfangs waren zwei neue Gleise für den „Schnellverkehr“ vorgesehen, auf der bestehenden Trasse sollte der Nahverkehr fahren. Nachdem der Güterverkehr eine höhere Priorität bekam, habe die Bahn die alten Planungsunterlagen „in den Papierkorb geworfen“, stellte Dixa fest.

Es dürfe nicht sein, dass in Zukunft 700 Güterzüge durch das Dorf fahren. Die Ringsheimer und andere Bahnanlieger hätten keine ruhige Minute mehr. Die ganze Gemeinde müsse dafür kämpfen, dass mit der Autobahnvariante eine menschenverträgliche Lösung erreicht werde. Die Argumentation mit den Gegnern der Autobahntrasse gestalte sich aber schwierig, stellte der Bürgermeister fest. Die unterschiedlichen Betroffenheiten der beiden Trassenführungen Autobahn und Rheintalbahn wurden mit einem Videofilm aus der Vogelperspektive verdeutlicht.

 

Kinderkrippe

Zum 1. September besteht auch in Ringsheim ein Rechtsanspruch auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Mit dem Bau der neuen Kinderkrippe für zwei Gruppen in direkter Nähe zum bestehenden Kindergarten werde man den gesetzlichen Vorgaben gerecht werden, meinte Dixa. Architekt Oliver Faas aus Rust zeigte an Hand von Planungsunterlagen wie die zukünftige Kinderkrippe aussehen wird. Mit Bildern wurden die einzelnen Baufortschritte aufgezeigt. Wenn das Wetter mitmacht, wird im Juli die Eröffnung sein, so Faas. Die Heizenergie wird mittels günstiger Fernwärme vom Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg geliefert. Bis zur Eröffnung muss sich die Gemeinde jedoch sputen, denn zuvor muss das Fernwärmenetz noch erweitert werden.

 

Fernwärmeversorgung

„Jeder hätte gerne die Fernwärme, denn sie ist ökologisch sinnvoll und preiswert“, erwähnte Dixa. Ob sie jeder in Ringsheim bekommt, darüber gab es keine Aussage. Zunächst müsse das Leitungsnetz ausgebaut werden. Das bestehende hatte nämlich Schwächen, so dass einige Bewohner im letzten Jahr kalte Füße bekamen. Mit dem Bau der Wärmeübergabe- und Pumpstation, welche gerade an der Erzstraße entsteht, soll das Problem gelöst werden. Mit zwei neuen Hauptleitungen in der Hausenerstraße und der Kahlenbergstraße sollen sowohl die öffentlichen Gebäude Kindergarten und Kirche, sowie die Schule und die Sporthalle angeschlossen werden. Private Haushalte sollen ebenfalls versorgt werden können.

Durch die energetische Verwertung von Grünschnitt (Halmgutverbrennungsanlage) soll die 'Fernwärmelieferung optimiert werden. Im Zuge der Erweiterung des Fernwärmenetzes ist auch die Erneuerung der Wasserleitungen in diesem Bereich vorgesehen. Der optimistische Zeitrahmen des Bürgermeisters geht von einer Fertigstellung der Netzerweiterung bis zum Mai (Hausener Straße) und Oktober (Kahlenbergstraße) aus. Die Gesamtkosten beziffert Dixa auf etwa 1,7 Millionen Euro.

 

Neugestaltung Ortsmitte

Noch wenig konkret sind die Pläne für die Neugestaltung der Ortsmitte mit der Kirchstraße und dem Kirchplatz, die auch mit Zuschüssen aus dem Landessanierungsprogramm finanziert werden soll. Die Herrenstraße sei ein gutes Beispiel für eine gelungene Ortskernsanierung, sagte Dixa. Vorgesehen ist auch eine Wohnanlage für betreutes Wohnen in der Kirchstraße.

Landesehrennadel für Bernhard Kaufmann

Bürgermeister Heinrich Dixa (rechts) überreichte Bernhard Kaufmann die Landesehrennadel für langjährige ehrenamtliche Verdienste im Ehrenamt als Vorsitzender des MGV Ringsheim; seine Ehefrau Hildegard erhielt einen Blumenstrauß

Bernhard Kaufmann wurde am Bürgerabend in Ringsheim die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen.

Die Ehrennadel ist Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender des Ringsheimer Männergesangvereines, dem er seit dem Jahre 1985 vorsteht.

Die Mitglieder des MGV haben Kaufmann über die vielen Jahre das Vertrauen geschenkt, sagte Bürgermeister Heinrich Dixa. „Wir sind die zwei dienstältesten Vorstände im Ort“, betonte er.

Singen sei eine Befreiung für die Seele, meinte der Bürgermeister. Für die Ehefrau Hildegard gab es einen schönen Blumenstrauß, die ihrem Mann während der vielen Jahre den Rücken stärkte, so Heinrich Dixa.

Sportlerehrung beim Bürgerabend

Ehrung für erfolgreiche sportliche Betätigung im TTC, TC und SSV Ringsheim

Zahlreiche Auszeichnungen für besondere sportliche Leistungen der letzten beiden Jahre gab es für Mitglieder des Sportschützenvereins, des Tennisclubs und des Tischtennisclubs, die mit Geschenken der Gemeinde honoriert wurden.

Besonders erfolgreich waren zwei junge Talente des TTC und Albert Flaig als Sportschütze bei den Senioren des SSV .

Marco Spitz vom TTC ist über die Region hinaus als ein großes Tischtennistalent bekannt. So wurde er schon mehrmals Meister und Vizemeister in verschiedenen Altersklassen bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften. Sarah Kunow errang ebenfalls schöne Erfolge bei Ranglistenturnieren in Baden-Württemberg. 

Albert Flaig hat in der Seniorenklasse des SSV bei überregionalen  Wettkämpfen zahlreiche Siege beim Auflagenschießen errungen.

Neben Einzelerfolgen wurden auch Mannschaftserfolge gewürdigt.

 

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]