Kindertagesstätte in Ringsheim eingeweiht

Bürgermeister Heinrich Dixa begrüßte etwa 60 geladene Gäste zur Einweihung der neuen Kindertagesstätte in Ringsheim, in der zukünftig 20 Kleinkinder betreut werden können. „Die Gemeinde erfüllt den Rechtsanspruch für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren“, freute sich Bürgermeister Heinrich Dixa bei der Begrüßung. Das sei nicht überall so, fügte er hinzu. Ringsheim setze nun mit einem motivierten Team von Erzieherinnen neue Maßstäbe in der Kinderbetreuung. Seit über einhundert Jahren ist die katholische Kirche Träger des Kindergartens und nun auch der Kindertagesstätte. Mit  930 000 Euro sei man im Kostenrahmen geblieben. 240 000 Euro steuerte der Bund und 130 000 Euro das Land zu. Der Rest von 560 000 Euro ist von der Gemeinde zu stemmen. Die Kinderbetreuung sei der Gemeinde wichtig, 300 000 Euro investiere diese bereits jährlich in den Kindergarten, die Kita-Kosten noch nicht eingerechnet, bemerkte Dixa. Mit der Kita würden sich die laufenden Kosten für die Gemeinde noch erhöhen.
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Architekt Oliver Faas (am Pult) hatte es nicht immer leicht, wie er bei seiner Rede betonte. Aber er freute sich mit Bürgermeister Heinrich Dixa (mit roter Krawatte) über ein klar strukturiertes Gebäude

Architekt Oliver Faas aus Rust fiel der vielzitierte Stein vom Herzen, weil sein erstes Großprojekt als selbständiger Architekt ein gutes Ende gefunden hat. „Eine Baustelle ist keine Uhrenfabrik“, sagte Faas. Mit vielen Partnern war zu verhandeln. Hinzu kamen „interessierte“ Bürger mit Ratschlägen. Er habe prägnante Erfahrungen gemacht. Die Zusammenarbeit mit Firmen habe nicht immer seinen Vorstellungen entsprochen, er habe sich auch gelegentlich gegen seine eigene Überzeugung Mehrheitsentscheidungen des Bauausschusses und des Gemeinderates beugen müssen. Dennoch betonte Faas, dass die Zusammenarbeit mit der Verwaltung, mit dem Bauausschuss und mit dem Gemeinderat sehr konstruktiv war.
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Die Leiterin des Kindergartens und der Kindertagesstätte Nicole Faas, beschrieb den Weg vom Kiga zur Kita

Das pädagogische Konzept erläuterte Nicole Faas, Leiterin beider Ringsheimer Einrichtungen und zugleich Schwester des Architekten. Bis die Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt erteilt wurde, war zunächst ein überzeugendes pädagogisches Konzept zu erarbeiten, in dem die Vorgaben der Kommunalverbände zu berücksichtigen waren, sagte die Leiterin. Sie begrüßte die Entscheidung die Kita direkt beim Kindergarten zu bauen. Fünf zusätzliche Erzieherinnen wurden für die Umsetzung des Konzeptes mit bisher 18 Kleinkindern eingestellt. Zum 2. September werden zunächst nur sechs Kleinkinder in der Kita betreut. Weiter 12 Kinder kommen nach und nach dazu.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß bezeichnete das Projekt als eine Punktlandung. Seine Botschaft: „Der Bund wird im kommenden Jahr auch in die Folgekosten mit einsteigen.“ Sein Dank galt besonders der katholischen Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung und er fügte hinzu, dass in der Erzdiözese Freiburg die Kirche der größte Träger von Kindereinrichtungen sei. Größte Hochachtung zollte Weiß den Erzieherinnen, die die Herausforderungen annehmen und sich auf Fortbildungsseminaren intensiv weiterbilden würden.

Pfarrer Michael Gartner segnete das neue Gebäude, das ein offenes Haus sein solle. Er sprach auch im Namen der evangelischen Kirchengemeinde, da Pfarrer Oliver Wehrstein verhindert war. Konfessionen und Weltanschauungen sollen nicht den Geist des Hauses im Wesentlichen bestimmen. „Die Kinder werden Gott in den Menschen erkennen, die darin arbeiten“, sagte Gartner.

Das Saxophonsextett „Sax for 44+“ der Musikkapelle, fünf Frauen und der Leiter Udo Goldschmidt, setzten ebenfalls neue Akzente. Mit einer Eigenkomposition des Kinderliedes „All my little Ducklings“ (alle meine Entchen) fand auch die Musik den richtigen Bezug und den guten Ton in der Kita. 

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]