Amtseinführung in der Karl-Person-Schule in Ringsheim

In Anwesenheit vieler geladener Gäste wurde Alexander Brucher als neuer Rektor der Ringsheimer Karl-Person-Schule in sein Amt eingeführt. Er wurde Nachfolger von Herbert Metzger, der zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand ging. Schule als gesamtgesellschaftlicher Auftrag und Aufgabe stand im Mittelpunkt der Ansprachen und Wünsche, die an den 40-jährigen Pädagogen gerichtet waren. Brucher ist verheiratet mit Yvonne Utz, sie haben ein einjähriges Kinder und wohnen in Rust. Bevor er in das Lehramt wechselte, war Brucher Krankenpfleger.

Der Schulchor unter der Leitung von Silvia Berndt begleitete die Feier mit einigen Liedern.

Die dienstälteste Lehrerin Gisela Frank begrüßte die zahlreichen Gäste aus Ringsheim und aus benachbarten Schulstandorten. Alle Beteiligten sein mit Wünschen und Hoffnungen ausgestattet, meinte Frank. Eine Umfrage bei den Schülern brachte einige Erkenntnisse. Was muss ein Schulleiter können? Wenn etwas schief läuft, muss er es wieder hinkriegen, wurde von Schülern festgestellt. „Behalten Sie vor allem ihren Humor, lachen fördert die Arbeitsfreude“, schloss Frank ihre Rede.

Schulamtsdirektor Joachim Schwab lobte das Konzept Familienklassen, wie es in Ringsheim ausschließlich praktiziert wird und von dem andere Schulen nur lernen können. „Die Schule braucht ein ganzes Dorf und in Ringsheim stimmen die Voraussetzungen“, sagte Schwab, der den beruflichen Lebensweg von Brucher schilderte.

Die Schule habe in Ringsheim einen hohen Stellenwert, bekundete Bürgermeister Heinrich Dixa. Die Gemeinde habe mit der Sanierung der Schule gute Rahmenbedingungen geschaffen. Rektor Brucher sei inzwischen der vierte Rektor während seiner Amtszeit als Bürgermeister. Das Willkommen unterstützte der Bürgermeister mit einem Ringsheimer Weinpräsent.

Ebenfalls viel Glück im Amt übermittelten Pfarrer Michael Gartner, Leiter der Seelsorgeeinheit Rust, Daniela Keyser, Vorsitzende des Elternbeirates, sowie Franz Gieringer, Vertreter des  Personalrates im Offenburger Schulamt. Man dürfe froh darüber sein, dass die Ringsheimer Rektorenstelle zeitnah besetzt werden konnte, meinte Gieringer. Das besondere Ringsheimer Konzept verlange Teamfähigkeit und partnerschaftliches Wirken über die Schule hinaus. Die Vermittlung von Wissen und Werten war das Anliegen von Pfarrer Gartner, der das Ringsheimer Konzept der Familienklassen bis zu seiner eigenen Amtseinführung nicht kannte.

Zum Schluss der Feier ergriff Alexander Brucher das Wort. Er habe sich zum Ende der Referendariatszeit die Frage gestellt, wie die Schule aussehen solle, in der man gerne arbeite. Hell, aufgeräumt und übersichtlich, das waren optimale Bedingungen, die er im Ringsheimer Schulgebäude vorfand, erkläre Brucher und zog Parallelen zur Alltagsarbeit in den Familienklassen. Wie das Gebäude, so müsse auch der Umgang mit den Menschen darin transparent, freundlich und offen sein. Alle müssen sich wohlfühlen. Brucher stellte heraus, dass in der Grundschule wichtige Eigenschaften der Kinder geprägt werden. Diese zu formen wolle er mit einem breit aufgestellten Kreis von Kooperationspartnern erreichen. Vereine würden und sollten dabei eine wichtige Rolle spielen.

Im Foyer des Obergeschosses der Schule waren nach der Feier alle zu einem Umtrunk mit Häppchen eingeladen, für den neuen Schulleiter auch eine gute Gelegenheit, sich mit den Gästen und auch ehemaligen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.

[Text und Bild: Adelbert Mutz]

 

Bürgermeister Heinrich Dixa (rechts) und Schulamtsdirektor Joachim Schwab (links) gratulierten dem neuen Ringsheimer Rektor der Karl-Person-Schule Alexander Brucher