Bürgermeister Heinrich Dixa positioniert sich bei der Bürgerversammlung in Ringsheim

Ein Plädoyer für die Autobahntrasse

Das neue Seniorenzentrum soll 2015 gebaut werden

Vorschlag für die Neugestaltung des Rathausplatzes

Klaus Koch, Geschäftsführer der Eichner-Baugesellschaft Lahr, warb in der Bürgerversammlung erneut für das Projekt Seniorenzentrum. Es sei der Wunsch der Gemeinde gewesen, so Koch, in der Dorfmitte ein Zentrum für betagte Bürger entstehen zu lassen.

Die gleichzeitige Sanierung des Rathausplatzes im Rahmen der Dorfsanierung sei ein "Glücksfall", denn die ganze Umgebung und damit das seniorengerechte Wohnen werde aufgewertet. "Der Bauantrag läuft, wir sind aber ein paar Monate hinten dran", bemerkte Klaus Koch – und das habe seinen Grund. Das Sozialministerium des Landes stelle in diesem Jahr drei Millionen Euro für innovative Pflegeprojekte zur Verfügung, das von Projektträgern abgerufen werden könne. Mit dem Programm soll die Pflegestruktur im Land weiterentwickelt werden. Davon wolle man ebenfalls partizipieren, sagte Klaus Koch. Spätestens Anfang des nächsten Jahres soll Baubeginn sein.

Handtücher für die erfolgreichen Sportler


Ringsheim bewegt sich. Das sei das Fazit, das man aus der Sportlerehrung ziehen könne. Die Vereinsarbeit trage Früchte, "Sport ist im Verein am Schönsten", erklärte Bürgermeister Henrich Dixa. Als kleine Anerkennung gab es Handtücher für die Geehrten: "Wer Sport treibt, der schwitzt." Ehrungen für sportlich gute Leistungen durften die Handballer des TuS Ringsheim, Tennisclubs, Tischtennisclub und Sportschützenvereins sowohl für Mannschafts- als auch für Einzelerfolge entgegen nehmen.

[Text und Bilder: Adelbert Mutz]

Neben der Gestaltung der neuen Ortsmitte ("Ringsheim plant für die Zukunft"/BZ vom 26. September) hat es weitere Themen in der Bürgerversammlung in Ringsheim gegeben. In Bezug auf die Rheintalbahn hat Bürgermeister Heinrich Dixa ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Trasse entlang der Autobahn gehalten.

Heinrich Dixa ließ vor vollbesetzten Stuhlreihen keine Zweifel daran aufkommen, dass die Ringsheimer zusammen mit der BI Bahn, weiteren betroffenen Gemeinden sowie der Interessengemeinschaft Ober- und Hochrhein (IG BOHR) weiterhin für den Ausbau der Gleise entlang der Autobahn kämpfen werden. "Das Thema treibt uns schon 20 Jahre lang um", sagte Dixa. Die Lärmsituation habe sich inzwischen massiv verändert, von ehemals vier bis fünf Zughalten sei eine massive Frequentierung besonders durch den Güterverkehr festzustellen. "Über den Öffentlichen Personennahverkehr spricht heute niemand mehr", betonte Dixa, die Lärmbelastung entstehe durch die exorbitante Zunahme des Gütertransportes auf der Schiene.

Heinrich Dixa setzt auf die Allianz mit anderen Kommunen, die ebenfalls vehement die Autobahntrasse fordern. "Es gibt Gemeinden, die das anders sehen", sagte der Bürgermeister, zeigte aber auch Verständnis für deren Sorgen, weil neue Betroffenheiten entstehen könnten. Wenn sich die Antragstrasse durchsetzen sollte, habe Ringsheim null Meter Abstand zur Lärmquelle. Die Forderung von Dixa: "Es müssen alle Lärmquellen berücksichtigt werden." Ein Film aus der Hubschrauberperspektive entlang der bestehenden Bahngleise und der Autobahn zwischen Riegel und Offenburg sollte den Bürgern vor Augen führen, wie unterschiedlich die Betroffenheiten von Siedlungsgebieten und damit von dort wohnenden oder arbeitenden Menschen bei der Antragstrasse bei der Autobahntrasse andererseits sind.