Zweiter Besuch der Senioren aus Albigny in Ringsheim

Bereits zum zweiten Mal kamen Senioren aus der Ringsheimer Partnergemeinde Albigny/sur Saône, ein Vorort von der Großstadt Lyon, für mehrere Tage auf Einladung des Freundeskreises für Gemeindepartnerschaften nach Ringsheim.

Die Partnerschaft besteht seit 22 Jahren, das 20-jährige Jubiläum der offiziellen Verbrüderung wurde mit gegenseitigen Besuchen in beiden Gemeinden gefeiert. Mit vielen Begegnungen zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wurde die Freundschaft zwischen beiden Gemeinden immer wieder neu belebt. Der erste dreitägige Besuch von Senioren im vergangenen Jahr blieb offenbar in so guter Erinnerung, dass sie dieses Mal noch zwei Tage drauf gepackt haben. Die Organisation oblag in den Händen des Freundeskreises mit ihrer Vorsitzende Christa Mutz.

Freiburg ist für Franzosen ein Muss und liegt vermutlich daran, dass die Stadt bisweilen den Charme des französischen Südens verbreitet. In Ringsheim angekommen, empfing Bürgermeister Heinrich Dixa und die Vorstandschaft des Freundeskreises die 24 Senioren im Situngssaal des Rathauses. Dixa gab einen Einblick in das renovierte historische Gebäude aus dem Jahre 1845 und ging bei Bürgermeistercuvée auf die anstehenden Projekte der Dorfsanierung ein. Der folgende Tag führte in das Narrenmuseum nach Kenzingen und am Nachmittag in die Rohanstand Ettenheim zu einer Stadtbesichtigung-beides mit französischer Führung. „Très jolie“ (sehr schön) war immer wieder zu hören, als es durch die schmalen Gässchen mit ihren malerischen Ecken und Winkeln ging.

Mit einem Fußmarsch ging es tags darauf, am Tag der Deutschen Einheit, zum Kaiserbergfest der drei Gemeinden Ringsheim, Ettenheim und Herbolzheim. Dass Ringsheim ein Weindorf ist und zur Weinregion Breisgau gehört, erfuhren sie spätestens bei diesem Termin unter dem Heubergturm. Nach dem ökumenischen Gottesdienst wurde dort bei strahlendem Sonnenschein mitgefeiert. Wenn Franzosen in Baden-Württemberg sind, darf eine Fahrt in den Schwarzwald nicht fehlen. Die vorgesehene Fahrt mit dem Zug nach Titisee musste wegen Zugausfällen mit Pkws bewältigt werden. Bei einer Wanderung am See entlang genossen die Gäste aus Frankreich die gute Schwarzwaldluft, um darnach bei einer Schifffahrt auf dem See zu erfahren, dass der Titisee dank des Feldberggletschers entstand und eine Fläche von etwa 1,3 Quadratkilometern hat und im Winter gelegentlich zufriert und begehbar ist. Vor der Abreise war der Drang in die Souvenirläden und in die Cafes, um ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte zu genießen, groß.

Am Sonntag verweilten die französischen Gäste im Europapark und waren am Abend zwar müde, aber von der Schönheit, den Attraktionen und der Sauberkeit des Parkes überwältigt. Bei gemeinsamen Abendessen in den Ringsheimer Restaurants Bahnhöfle und Adler, im Weinhof Volz, sowie in der Hummel-Strauße auf der Jungviehweide, genossen die Gäste die Vorzüge der regionalen Küche. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Montagmorgen hieß es Abschied nehmen. Mit „mille mercis“ (tausend Dank) bedankte sich die Vorsitzende des Seniorenvereines von Albigny, Christiane Maille, herzlich bei Christa Mutz und der Vorstandschaft des Freundeskreises für fünf wunderbare Tage mit Freunden für eine tolle Organisation und Betreuung.

[Text und Bild: Adelbert Mutz]