Rückblick zur Infoveranstaltung KEFF

Ja, es lohnt sich - Solarstrom vom eigenen Gewerbedach; Die Online-Veranstaltung fand mit über 50 Teilnehmenden statt.

„Weil die Politik nun ernst macht und schon ab dem 01.01.2022 die PV-Pflicht für neue Gebäude und Parkflächen gilt, bekommen wir von den Betrieben mehr und mehr Anfragen zur Umsetzung von Photovoltaik auf dem eigenen Gewerbedach“ eröffnete Fabian Delong, KEFF Effizienzmoderator, am Montag die Onlineveranstaltung zur betrieblichen Photovoltaiknutzung. Im Rahmen der „Effizienz-Offensive“ ist Fabian Delong derzeit in verschiedenen Betrieben in Rust und Ringsheim verabredet und erfährt unmittelbar vom Kostendruck, dem die Inhaber*innen durch steigende Energiepreise ausgesetzt sind.

Tatsächlich folgten mehr als 50 Unternehmer*innen aus Rust, Ringsheim und Umgebung den Ausführungen des Energieexperten der Klimapartner Oberrhein, der zusammenfasste, was sich ab Januar für Gewerbetreibende gesetzlich ändert. Sie hatten sich am Montag in die Infoveranstaltung der Klimapartner Oberrhein und Energieagentur Regio Freiburg im Rahmen der landesweiten Kampagne „Regionale Photovoltaik Netzwerke“ (www.photovoltaik-bw.de) eingewählt um zu erfahren, ob sich eine Photovoltaikanlage auch auf ihrem Gebäude lohnt und wie sie das Thema unternehmerisch sinnvoll angehen können.

Antworten gab es reichlich: Werner Palm von KOSTAL Solar Electric zeigte die positiven Effekte von Photovoltaik auf. Vor allem Volldach-Belegungen sind vor dem Hintergrund des wachsenden Stromverbrauchs u.a. wegen der wachsenden E-Mobilität zu empfehlen. Die Faustregel lautet: Je höher der Eigenverbrauch desto kürzer die Amortisation. Ein hoher Eigenverbrauch von üblicher-weise bis zu 90 Prozent im Bereich Milan Steinbauer und Matthias Beck von Badische Energiesysteme GmbH beleuchteten anhand konkreter Beispiele die wirtschaftliche Seite von PV-Anlagen auf Industrie- und Gewerbedächern. Als besonders innovatives Beispiel gilt die August Weckermann KG mit eine PV-Anlage in Kombination mit eigener Wasserstoffherstellung und Speicherung. Insgesamt ließ das Unternehmen über 2 MWp Leistung Photovoltaik installieren, davon 750 kWp auf dem Dach und 1600 kWp auf der Freifläche. Nicht verbrauchter Strom wird nicht eingespeist, sondern in Wasserstoff umgewandelt. Der Wasserstoff dient zum einen als Stromspeicher. Bei Bedarf wird der Wasserstoff wieder verstromt. Abgesehen von den Umwandlungsverlusten sichert dies eine 100% Eigenverbrauchsquote. zum Anderem soll der selbst erzeugte Wasserstoff künftig auch für eine eigene Wasserstoff-Tankstelle genutzt werden.

Jens Ritter von Clickcon gab einen Überblick über die kommende PV-Pflicht und Indach-Montagesysteme. Diese sind für klassischen Dächer aber auch für Carports oder Lagerhalle eine moderne und regendichte Lösung.

Die Unternehmer*innen und kommunalen Vertreter*innen nutzten die Chance und stellten den Experten ihre Fragen zu wirtschaftlichen und technischen Aspekten der PV-Eigenstromerzeugung um ihre Investitionsplanungen zu konkretisieren.

Weitere Informationen zur KEFF gibt es unter keff-so.de. Interessierte Unternehmen können sich zur Terminvereinbarung direkt an Frau Jung, Telefon: 0761 151098-10 oder alexandra.jung@keff-bw.de wenden.

(Erstellt am 07. Dezember 2021)

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