Gemeindebesuch von MdB Johannes Fechner

SPD-Bundestagsabgeordneter besucht Ringsheim Bürgermeister Weber: Gemeinden nicht im Stich lassen.

"Wir Kommunen sind nah am Bürger und können deshalb viele Aufgaben am besten wahrnehmen, deshalb sollten Bund und Länder mehr Vertrauen in die Kommunen haben.", so formulierte Bürgermeister Pascal Weber seine Hauptbitte an SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner bei dessen Besuch im Ringsheimer Rathaus.

Bürgermeister Pascal Weber überreicht MdB Johannes Fechner einen Nistkasten der Gemeinde Ringsheim

Die Corona-Lage schätzt Weber zuversichtlich ein: Das gemeinsame Impfangebot mit Rust sei sehr gut angenommen worden, von 300 Terminen seien gerade einmal 4 Personen nicht erschienen. "Niederschwellige Angebote in der Kommune kommen beim Bürger an, eine Impfpflicht lehne ich jedoch ab", so Weber. Verständnis hatte Fechner für Webers Hinweis, dass es klarere Vorgaben geben müsse von Bund und Ländern für Gemeinden, was beispielsweise den Einbau von Lüftungstechnik angehe. Fechner verwies darauf, dass nun 200 Mio. Euro vom Bund und weitere 60 Mio. Euro vom Land für die baden-württemberger Schulen zur Verfügung gestellt seien, so dass zumindest finanziell aus Fechners Sicht kein Problem bestünde für die Gemeinden.

Zuversichtlich ist Weber für die wirtschaftliche Entwicklung von Ringsheim. Zwar habe insbesondere die Schließung des Europa-Parks sowie Rulantica die Übernachtungsbetriebe auch in Ringsheim vor große Herausforderungen gestellt, durch die Park-Öffnung ziehe das Tourismusgeschäft jetzt aber wieder an.

Neue Wege geht Ringsheim beim Klimaschutz: Ringsheim will zukünftig in jedem Bebauungsplan die Pflicht zum Einbau einer Solaranlage für Neubauten vorschreiben. Im Gebäudebestand versieht die Gemeinde dies mit einem Zuschussprogramm für die Bauherren. "Wir reden nicht nur vom Klimaschutz, sondern machen ihn bei uns.", so Weber.

Verbesserungswürdig ist für Weber die Busanbindung von Ringsheim, da derzeit etwa nach Ettenheim nur drei Schülerbusse am Tag fahren. Fechner zeigte sich dazu beeindruckt: "Was Ringsheim für den Klimaschutz aber auch ganz allgemein macht, ist wirklich innovativ und vorbildlich für andere Gemeinden." Und auch um den Artenschutz kümmern sich die Ringsheimer: Als Gastgeschenk erhielt Fechner von Weber einen Ringsheimer Nistkasten, gebaut von der Ringsheimer ehrenamtlich tätigen Gruppe "MiMiLi&Co".

Gemeinde Ringsheim

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