Glasfaserausbau in Ringsheim geht in die letzte Phase
Der Glasfaserausbau in Ringsheim schreitet weiter voran: Nachdem die Deutsche Glasfaser bereits mit dem eigenwirtschaftlichen Ausbau in den verdichteten Innenbereichen der Gemeinde begonnen hat, steht nun auch der geförderte Ausbau in den Außenlagen in den Startlöchern. Wie die den Ausbau koordinierende Breitband Ortenau GmbH & Co. KG dem Gemeinderat am Dienstag mitteilte, wurde aktuell die Netzbetreiberausschreibung veröffentlicht; die Netzplanung soll im dritten Quartal 2026 beginnen. Der Gemeinderat wurde in der Sitzung am 16.06.2026 über den aktuellen Stand informiert und die Entscheidung für den Ausbau im Außenbereich soll zeitnah erfolgen.
Im Rahmen des staatlich geförderten Ausbaus sollen die letzten 16 bislang noch unterversorgten Gebäude in den Außenbereichen Ringsheims an das leistungsfähige Glasfasernetz angeschlossen werden. Damit wird das hybride Ausbaumodell, das eigenwirtschaftliche Investitionen und staatliche Förderung passgenau kombiniert, auch in Ringsheim konsequent umgesetzt. Während die Deutsche Glasfaser die 99 Prozent dichter besiedelten Gebiete auf eigene Kosten erschlossen hat, übernimmt die Breitband Ortenau den Ausbau jetzt noch dort, wo sich ein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht rechnet.
Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass nach Abschluss der Ausschreibung und Vergabe der Netzbau im zweiten Quartal 2027 beginnen soll. Die Bereitstellung der Telekommunikationsdienste ist ab dem ersten Quartal 2028 vorgesehen. Die Investitionskosten für den geförderten Ausbau in Ringsheim belaufen sich auf rund 378.000 Euro. Bund und Land übernehmen dabei circa 90 Prozent der förderfähigen Kosten.
Im Rahmen des eigenwirtschaftlichen Ausbaus erschließt die Deutsche Glasfaser 1.078 Gebäude auf eigene Kosten. Davon sind bereits 1.074 Gebäude als sogenannte Homes Passed ausgebaut, was einer Fertigstellungsquote von 99 Prozent entspricht. Homes
Passed bezeichnet die Zahl der Gebäude, an denen das Glasfasernetz bereits vorbeigeführt wurde, sodass ein Anschluss technisch kurzfristig möglich wäre. Von den geplanten 408 direkten Hausanschlüssen (Homes Activated) sind alle gebaut und aktiviert.
„Mit dem geförderten Ausbau schließen wir in Ringsheim gezielt die letzten Versorgungslücken“, sagt Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer der Breitband Ortenau. „Unser Ziel ist es, dass auch die Gebäude in den Außenlagen dieselben digitalen Chancen
erhalten wie die Haushalte in den Ortskernen.“
Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber dazu: „Wir in Ringsheim liegen beim Glasfaserausbau in Baden-Württemberg und auch in der Ortenau absolut in der obersten Spitzengruppe der vollflächigen Versorgung. Erst vor wenigen Wochen haben wir dafür einen Landespreis bekommen. Nun wollen wir auch das „letzte“ eine Prozent oder genau 16 Gebäude gemeinsam mit der Breitband Ortenau anschließen.“
Der Glasfaserausbau ist das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Ortenaukreises. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren rund 121.200 Gebäude im Landkreis an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Ziel ist es, durch die Kombination aus gefördertem und eigenwirtschaftlichem Ausbau eine möglichst flächendeckende Versorgung mit gigabitfähiger Infrastruktur zu erreichen. Der Ausbau in der Ortenau macht gute Fortschritte: Die sogenannte Homes-Passed-Quote liegt bereits bei 52 Prozent. Das bedeutet, dass bei mehr als der Hälfte aller Gebäude das Glasfaserkabel bereits in der Straße liegt und ein Anschluss ans Netz technisch kurzfristig möglich wäre. Bis 2027 soll eine Homes-Passed-Quote von 70 Prozent erreicht werden, der vollständige Ausbau aller bislang unterversorgten Gebäude soll bis 2031 abgeschlossen sein.

