Tigermücke erstmals in Ringsheim entdeckt

Das Ortenauer Gesundheitsamt hat uns informiert, dass nun auch in Ringsheim (Hausener Straße) erstmals die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) entdeckt wurde. Grundsätzlich ist die Tigermücke erstmal nur lästig, da sie tagsüber aktiv ist und zudem sehr aggressiv sticht bzw. ihren Wirt aktiv verfolgt.

ABER:
 
Die Gefahr, die zusätzlich von der Tigermücke ausgeht ist, dass sie dazu in der Lage ist um die 20 verschiedene Krankheiten bzw. die Viren, die sie verursachen zu übertragen. Sollte sich ein Bürger im Urlaub mit einem solchen Virus infizieren und nach seiner Rückkehr von einer Tigermücke gestochen werden, besteht die Gefahr, dass die Mücke beim Saugakt Viren aus der Blutbahn aufnimmt. Wenn diese Mücke anschließend weitere Menschen sticht, kann sie das Virus an ihre nächsten Wirte weitergeben und der Kreislauf beginnt von vorn. Ein lokaler Krankheits-Ausbruch ist die Folge.
 
Da es sich bei Tigermücken um Gesundheitsschädlinge gem. § 2 Infektionsschutzgesetz handelt, bei denen die Gefahr der Krankheitsübertragung als begründet anzusehen ist, wurde der Gemeinde vom Gesundheitsamt zunächst eine Information der Bevölkerung zur Bekämpfung der Tigermücke vorgeschlagen, was wir hiermit umsetzen. Bitte helfen Sie mit! Wie Sie das tun können, entnehmen Sie den Informationen der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V. (KABS), die auf den folgenden Seiten abgedruckt sind oder der dortigen Homepage.
 
Wir bitten Sie dringend um Mithilfe !!
 

Gemeinsam gegen die Tigermücke !!
Die Gemeinde Ringsheim bittet in Zusammenarbeit mit dem Ortenauer Gesundheitsamt um Ihre Mithilfe
 
Warum wird die Tigermücke bekämpft?
Die Stechmücke ist ein erheblicher Lästling, da sie nicht nur in der Dämmerung, sondern auch tagsüber sticht. Sie kann unter Umständen tropische Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. Dieses Risiko ist zwar hierzulande noch sehr gering und bei einem Stich besteht kein Grund zur Sorge. Doch die Gefahr kann mit steigenden Sommertemperaturen zunehmen.
 
Wo lebt die Tigermücke?
Tigermücken brüten meist im Siedlungsgebiet in kleinsten Wasseransammlungen, z.B. in Regentonnen, Eimern, Gießkannen, Blumentöpfen, Untersetzern, Schirmständern, Gullys, verstopften Regenrinnen oder Autoreifen. Kurz gesagt, potentiell in temporären Wasseransammlungen, die Wasserstandsänderungen unterliegen und mehr als fünf Tage bestehen. Das bedeutet, dass das Wasser in Vogel- und Igeltränken alle fünf Tage ausgewechselt werden muss. Die Eier der Tigermücke überstehen Trockenheit und auch kalte Tage. Belebte Gartenteiche sind üblicherweise keine Brutstätten.
 
Was können Bürgerinnen und Bürger tun?
Vermeiden Sie Wasseransammlungen, die mehr als fünf Tage stehen bleiben können. Entleeren Sie das Wasser regelmäßig und decken Sie betreffende Gefäße lückenlos ab oder behandeln das Wasser im zweiwöchigen Rhythmus mit BTI-Tabletten. Belebte Teiche und auch fließende Gewässer sind keine Brutstätten.
 
Melden Sie verdächtige Exemplare:
Stechbelästigungen der Tigermücke können sie zunächst derzeit im Rathaus, Frau Gutbrod, möglichst per E-Mail gutbrod@ringsheim.de (bestenfalls mit Foto) melden.
Achten Sie dabei auf Anzeichen eines Tigermückenbefalls wie z.B. Stechbelästigung tagsüber. Bitte senden Sie möglichst Fotos des Exemplars und geben Sie den genauen Fundort an.
 
Merkmale von Tigermücken:
Ca. 6 mm groß (A)
Schwarz-weiß gefärbt
Fünf weiße Streifen an den Hinterbeinen (B)
Das Ende der Hinterbeine ist weiß (C)
Weißer Längsstreifen am Rücken des Vorderkörpers (D)
 
 

Mehr Information zur Tigermücke finden Sie auf dem Flyer der KABS (8,988 MB)

Gemeinde Ringsheim

Rathausplatz 1
77975 Ringsheim

  07822-8939-0
  07822-8939-12

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag: 08:30 - 12:00 Uhr
Mittwoch: 16:00 - 18:00 Uhr