Spatenstich für Kita „Dorfhopser“ erfolgt
Bei herrlichem Frühlingswetter konnte jetzt Baubeginn für die größte Einzelinvestition Ringsheims der letzten 15 Jahre gefeiert werden. Mit dem symbolischen Spatenstich durch Bürgermeister Pascal Weber, Landesministerin Marion Gentges und Planer Tomas Mathis startet jetzt der Bau der neuen Kita „Dorfhopser“ inkl. 3 Wohnungen. 3,1 Mio. Euro sind für das Gesamtprojekt vorgesehen.
Zum Spatenstich konnte Bürgermeister Pascal Weber zahlreiche Ehrengäste, Gemeinderäte, Vertreter aus Bildung und Verwaltung sowie zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner an der Baustelle in der Schulstraße willkommen heißen.
Das Projekt:
„Das zweigeschossige Gebäude hat den Stil eines Hauses, wie man es von Kindern im Sandkasten her kennt. Relativ monolitisch, ohne großen Dachüberstand und in hellbrauner Farbe. Das war unsere Planungsidee“, so Architekt Tomas Mathis vom
beauftragten Büro Mathis&Jägle.
Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes entsteht die 2-gruppige Kita „Dorfhopser“ für Kinder über drei Jahren (Ü3) in der Betriebsform „VÖ“ (Verlängerte Öffnungszeiten), also vormittags bis ca. 14 Uhr. Neben den Gruppen-, Sanitär- und Personalräumen wird die Kita über Turnraum, Lernatelier, Kinder-Holzwerkstatt, große Küche, Schlafraum sowie eine große überdachte Terrasse mit attraktivem Außengelände verfügen. Alles gute Grundlage für eine pädagogisch hochwertige Bildungsarbeit.
Tomas Mathis weiter: „Im Obergeschoss befinden sich dann drei barrierefreie, moderne und vor allem mietpreisgebundene, also bezahlbare, Wohnungen unterschiedlicher Größe. Alle mit Abstellraum und Süd- bzw. West-Balkon.
„Rechnerisch ist das Gebäude durch eine übergroße PV-Anlage mit Batteriespeicher sowie der 100% ökologischen Fernwärmeheizung ein „Klima-Plus-Haus“ das mehr Energie erzeugt, als verbraucht wird bzw. die Energie vollständig erneuerbar und klimaneutral ist“ ergänzte Bürgermeister Pascal Weber.
Ein Dank der Gemeinde gilt dabei auch der vom Gemeinderat eingesetzten ehrenamtlichen „Baukomission Kita“, die zusammen mit Verwaltung und Architekt über Materialauswahl und Einrichtung des Projektes entscheidet.
Auch die Finanzierung des 3,1-Mio.-Projektes steht auf soliden Füßen, auf die Erzielung großer Zuschüsse (knapp 50%) kann die Gemeinde Ringsheim stolz sein.
Ministerin Marion Gentges dazu: „Das Land Baden-Württemberg hilft Ringsheim über den sogenannten „Ausgleichstock“ mit 500.000 Euro. Dazu kommen nochmal 15% Zuschuss des auf den Kita-Teil des Gebäudes entfallenden Betrag, rund 280.000 Euro, über das Sanierungsprogramm WEP. Insgesamt also 780.000 Euro vom Land für Ringsheim und die Kinder! Wir wissen, in Ihrer Gemeinde ist das Geld gut angelegt und Sie sind stets sehr aktiv bei zukunftsweisenden Projekten, die wir dann auch gerne unterstützen.“
Zu dieser Fördersumme kommen nochmals rund 650.000 Euro Zuschuss der L-Bank zum Bau der drei mietpreisgebundenen Wohnungen.
Ein in dieser Hinsicht überglücklicher Bürgermeister dazu: „Alles in allem über 1,4 Mio. Euro Zuschüsse die wir eingesammelt haben, also knapp 50% der Gesamtkosten, das kann sich wahrlich sehen lassen. Auch wenn man weiss, dass wir auch schon bei den vergangenen Projekten vom Land mit Finanzhilfen gut berücksichtigt wurden.
Gleichzeitig kennen wir unseren Architekten aus den Vorgängerprojekten Bauhof und Feuerwehrhaus. Deshalb sind wir relativ auch bei den Kosten relativ sicher, dass wir den Finanzrahmen mindestens halten, wenn nicht unterschreiten werden.“
Auch auf die Notwendigkeit einer dritten Kita im Ort ging der Bürgermeister in seiner Ansprache ebenfalls ein. Ringsheim wachse weiter, alle Kita-Plätze seien derzeit belegt. Ein neues Baugebiet kommt noch dazu. „Dazu sollten wir gerüstet sein und Ringsheim noch familienfreundlicher aufstellen als es jetzt schon ist“. Gleichzeitig soll im Land bald ein verbindliches letzte Kita-Jahr kommen, auch hier werden Plätze wie auch für die steigende Nachfrage nach Ganztagsplätzen in Ringsheim selbst benötigt. „Darüber hinaus würden wir gerne auch noch etwas „räumliche Luft“ in der kath. Kita schaffen, damit auch dort ggfs. zusätzliche Räume für ein noch besseres Angebot frei werden könnten.
Betreiber der „Dorfhopser“ soll nach guten Gesprächen miteinander die AWO Ortenau werden, die auch schon die Natur-Kita „Rebzwergle“ Inne hat, informierte der Bürgermeister. Die Zusammenarbeit laufe bestens. Los soll es zunächst mit einer
Gruppe im September 2027 gehen.
Zum Abschluss dankte Pascal Weber Ministerin Gentges für die Landeszuschüsse, dem Architekten für Planung und Bauleitung, den Amtsleiterin im Rathaus für die Begleitung des Großprojektes und sagte den zahlreich anwesenden Anwohnern eine immer gute Nachbarschaft zu. Im Namen des Gemeinderates, dem der Bürgermeister für den Mut zur Investitionsentscheidung gratulierte, wünschte Pascal Weber der Baustelle „einen guten Verlauf“ und lud die Anwesenden schon jetzt zur Einweihung im Sommer 2027. Im Anschluss wurde auf das Projekt mit einem Gläschen „Ringsheimer Jubiläumströpfle 2026“ angestoßen.


